der rechte rand
Permalink: https://www.der-rechte-rand.de/ausgaben/ausgabe-216/
Druckzeitpunkt: 06.09.2026, 11:26:37
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#ReicheRechte
Der vielleicht bemerkenswerteste Widerspruch der rechten Macher besteht darin, sich als Retter und Beschützer des »kleinen Mannes« zu präsentieren und gleichzeitig Reichtümer anzuhäufen und einen elitären Lebensstil zu führen. Ein nahezu aristokratisches Verhältnis.
Reaktionäre unterm Radar
#EuropaParlament
Reaktionäre Realpolitik hat in der technokratischen Welt des Europäischen Parlaments (EP) scheinbar nicht wirklich Platz.
Im Jahr 1992 eskalierte die rassistisch motivierte Gewalt
#Chronik
In erster Linie gerieten Asylbewerber*innen in den Fokus der Rechtsradikalen, aber auch Antirassist*innen.
Eine unvollständige Auflistung von Juni bis November 1992.
Im Namen des Volkes
KonformistischeRevolte
Dem Pogrom von Rostock-Lichtenhagen ging eine monatelange Hetzjagd gegen Asylsuchende voraus. In Leserbriefen und Zeitungsartikeln beklagten Anwohner*innen die Zustände auf der Wiese vor der »Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber« (ZAst), die meist nicht auf das politische Versagen, sondern auf ein essenzielles So-Sein der dort Ausharrenden zurückgeführt wurden, und drohten damit, die Sache selbst »in die Hand zu nehmen«, wenn »die Politik« nicht für Ordnung sorge.
Identität: »Frei.Wild«
#Musik
Am 13. März 2015 veröffentlicht die Südtiroler Musikgruppe »Frei.Wild« ihr neues Studioalbum »Opposition«. Bereits mit der Wahl des Titels knüpft die Band inhaltlich nahtlos an ihre früheren Alben an. Eine inhaltliche Analyse der Liedtexte aus früheren Veröffentlichungen bietet einen Einblick in das Identitätsangebot an ihre Fans.
Absolution
#Musik
Abhandlungen über die Band »Frei.Wild« gibt es mittlerweile zu Genüge. Die jüngste Veröffentlichung mit dem Untertitel »Südtirols Konservative Antifaschisten« von Klaus Farin hat der Band rechtzeitig zum neuen Album Aufmerksamkeit außerhalb ihrer Fangemeinde verschafft.
Gescheiterte Strategien, geplatzte Seifenblasen und das Problem der ›Mitte‹
#Musik
Antiemanzipatorische Positionen jenseits des Neonazismus werden weniger aus einer sogenannten neu-rechten Musikszene verbreitet, sondern vor allem von Bands und Projekten, die der ominösen »Mitte« – hier dem kulturellen Mainstream – zuzurechnen sind. Namentlich »Frei.Wild« und Andreas Gabalier.
Partei und Bewegung
#Sachsen
Seit der Gründung der »Freien Sachsen« Anfang 2021 ist ihr grün-weißes Logo mit dem Wappen des Königreichs Sachsen in verschwörungsideologischen Telegram-Gruppen allgegenwärtig. Hinter dem Projekt steckt eine Partei, die sich nicht auf die Aufrufe zu Protesten gegen die Corona-Schutzmaßnahmen beschränkt, sondern bei den diesjährigen regionalen Wahlen in Sachsen mehrere Kandidat*innen ins Rennen schickt.
Putins ideologisches Inventar
#Russland
Die religiöse Fundierung des Werkes von Iwan Iljin ist für Putin umso wichtiger, als Iljins Einstufung als Faschist weitgehend unumstritten ist. Als Monarchist und Gegner der Bolschewiki wurde er 1922 ausgewiesen, lebte zunächst in Deutschland, sah im Faschismus die notwendige Antwort auf die »bolschewistische Barbarei«, feierte Hitler als »Verteidiger Europas«.
Erinnern ohne Vergangenheit
#Saarlouis
Knapp 30 Jahre nach dem Mord an Samuel Yeboah im saarländischen Saarlouis wurden die Ermittlungen wieder aufgenommen.
Antifaschist*innen, die früh auf die mutmaßlichen Täter hingewiesen hatten, stießen auf Ignoranz und Widerstand der Stadt.