der rechte rand

Permalink: https://www.der-rechte-rand.de/ausgaben/ausgabe-193/
Druckzeitpunkt: 26.11.2022, 08:37:55

RECHERCHE. ANALYSE. PERSPEKTIVE.

Das antifaschistische Magazin

Antifa Magazin der rechte rand
Antifa Magazin der rechte rand

Ausgabe Mai / Juni
2022

#Putin-Fans

antifa Magazin der rechte rand

Ausgabe Juli / August
2022

#Lichtenhagen Gedenken

Aktuelle Artikel

#Brasilien

Die Politik der Bolsonaro-Regierung baut auf reaktionären Traditionen auf. Gleichzeitig nimmt die Gewalt gegen Frauen zu.

Das Faustrecht regiert

#Einzigartigkeitsbedürfnis

Was viele einte, ist der Glaube an verschiedene Verschwörungserzählungen, die im Kontext von COVID-19 und den nachfolgenden staatlichen Maßnahmen verbreitet wurden. Darüber sprach Sascha Schmidt für »der rechte rand« mit den Autorinnen des Buchs »Fake Facts«, Katharina Nocun und Pia Lamberty.

»Es ist höchste Zeit, dieses Phänomen ernst zu nehmen«

#Cato

Der Leitungswechsel beim »Magazin für neue Sachlichkeit« verlief geräuschlos. Seit Februar ist Ingo Langner Chefredakteur.

Männermagazin der reaktionären Avantgarde

#Potsdam

Der Wiederaufbau des Glockenspiels der einstigen Garnisonkirche und revanchistische Traditionspflege.

Braunes Denkmal

#Vertriebene

Die »Vertriebenen« haben Einfluss und Massenanhang verloren. Dennoch spielen sie für rechte Politik weiterhin eine Rolle.

Reservoire rechter Politik

#Konkurrenz

Der Aufstieg des neoliberalen Kapitalismusmodells ist Begleitumstand und Bedingung für die sich modernisierende extreme Rechte.

Ambivalentes Verhältnis – Neoliberalismus und extreme Rechte

#Architektur

Interview mit Philipp Oswalt über den Wiederaufbau des Berliner Schlosses und rechte Spender*innen.

Rekonstruktion mit Scharnierfunktion

#Ideologie

Die Ambivalenzen und Motive der extremen rechten Sicht in Deutschland auf den gegenwärtigen Krieg Russlands sind divers.

Wer an wessen Seite?

INTRO

Ausgabe #198
September / Oktober
2022

von der Redaktion
des antifaschistischen
Magazins

Liebe Leser*innen,

Ende August zog der Ravensburger-Verlag das Buch »Der junge Häuptling Winnetou« wegen öffentlicher Kritik zurück und prompt tobte hierzulande ein Sturm der Entrüstung. Björn Höcke, seines Zeichens Vorsitzender der »Alternative für Deutschland« (AfD) in Thüringen, sah Winnetou »im Zeichen der Regenbogenfahne« von »bolschewoken Bilderstürmer(n)« gar dahingemeuchelt und darin wiederum »nicht weniger als ein(en) Angriff auf unsere Identität«. Höcke und die anderen, die erneut wutschnaubend in die Tiraden einer »Cancel Culture (…) einer kleinen Gruppe politischer Extremisten« einstimmen, sind mitnichten an Karl May und seinem Werk interessiert. Ihnen geht es um ihre originären völkisch-nationalen Interessen. Beim typischen Themen-Hopping gilt dies auch für zu erwartende Proteste gegen die Bundesregierung nach der »Pegida-Strategie«.

Wir haben uns die Vorbereitungen und die ersten Aktionen zum »Heißen Herbst« angeschaut und blicken dazu auch auf Netzwerke der extremen Rechten in Frankreich. Vernetzung findet immer auch beim »Institut für Staatspolitik« in Schnellroda statt, über dessen »Sommerfest« wir ebenso berichten wie über das Verhältnis der Neuen Rechten zu faschistischer Literatur. Bei derzeit laufenden oder gerade abgeschlossenen Prozessen gegen Neonazis in Deutschland verliert man momentan schnell den Überblick. Daher berichten wir über die Urteile gegen Franco Albrecht sowie die Angeklagten im »Blood & Honour«-Prozess in München und betrachten die im August gestartete Verhandlung gegen Neonazis wegen Taten aus der Anschlagsserie in Berlin-Neukölln. Und wir stellen die Frage, wie sich Strafmaße und Urteile wegen Straftaten aus der »Querdenken«-Szene entwickelt haben. Nicht zuletzt stehen in Niedersachsen, dem flächenmäßig zweitgrößten Bundesland Deutschlands, Landtagswahlen an. Hier will die AfD ihr Ergebnis von 6,6 Prozent aus dem Jahr 2015 verteidigen, ihr Landesverband aber versinkt in innerparteilichem Streit und Chaos. Gelaufen sind die Wahlen hingegen schon in Schweden, genauer gesagt die Parlamentswahlen sowie die Wahlen der Provinziallandtage und Gemeinderäte. Die rechtsradikalen »Schwedendemokraten« sind auf Platz zwei vorgeru?ckt und haben die konservative »Moderate Sammlungspartei« u?berholt, mit der sie die kommende Regierung stellen wollen. Wir analysieren den Wahlausgang und seine Bedeutung fu?r die Rechte in Schweden.

Wir wünschen eine anregende Lektüre.
Eure Redaktion des antifaschistischen Magazins.

Suchen & Finden

Volltextsuche über alle Inhalte. Sie können zur weiteren Eingrenzung den Suchworten ein Minus „-“ voranstellen, um einzelne Wörter auszuschließen, z.B. „AFD -Petry“ um nach AFD, aber ohne Petry zu suchen.

Schwerpunkte

Schwerpunkte sind Sammlungen von Artikeln und Ausgaben zu einem Themenkomplex.

Seit 1989 erscheint »der rechte rand« alle zwei Monate. Wir berichten über rechte Parteien, Kameradschaften, rechte Think Tanks, Webportale, Magazine und Verlage, Musikbands und Label, Aufmärsche und Tagungen, Themen und Kampagnen – in der Bundesrepublik sowie international. Fundierte und prägnante Recherchen und Analysen lenken die Aufmerksamkeit auch auf unterbelichtete oder ausgeblendete Aspekte. Das Magazin zeigt, wie der rechte Rand gesellschaftlich verankert ist und an Themen der gesellschaftlichen ‚Mitte’ anknüpft. Für unser Magazin schreiben Aktive aus antifaschistischen Gruppen, Journalist*innen und Wissenschaftler*innen. Unsere Autor*innen beobachten Aufmärsche aus der Nähe, berichten aus geschlossenen Veranstaltungen der rechten Szene, werten Flugblätter und Zeitschriften aus. Unsere Autor*innen sind Expert*innen und beschäftigten sich seit Jahren mit dem Thema.

ABONNEMENT – der rechte rand, alle zwei Monate nach Hause.

6 Ausgaben pro Jahr: Inlands-Abo 25,- Euro, günstigeres Inlands-Abo 21,- Euro, Soli Abo 50,- Euro, Auslands-Abo 35,- Euro Einzelpreis: 3,50 Euro. Bei Versand plus Porto.