der rechte rand

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Druckzeitpunkt: 26.01.2022, 21:02:22

RECHERCHE. ANALYSE. PERSPEKTIVE.

Das antifaschistische Magazin

Antifa Magazin der rechte rand

Aktuelle Artikel

#Neonazi

Sven Liebich ist einer der schrillsten Aktivisten, der lautesten Provokateure und vulgärsten Hetzer im rechten Milieu. Nahezu manisch steigert er sich in seine Aktivitäten hinein und bleibt dabei trotz allem berechnend. »Svens Welt« ist das Jonglieren mit Widersprüchen, ist Hetze als Geschäft und sind gesellschaftliche Instanzen, die keine Grenzen setzen.

Svens Welt

Am 12. Februar 2017 wurde der Bundespräsident neu gewählt. Für die »Alternative für Deutschland« kandidierte erfolglos Albrecht Glaser. Das Ziel: Die Partei als bundespolitische Kraft zu präsentieren.

Rechts in der Bundesversammlung

Der Ökonom Max Otte ist mit seinen euroskeptischen und finanzmarktkritischen Thesen in der Wirtschaftskrise zum Starautor und gefragten Interviewpartner geworden. Doch Otte ist auch engagierter Autor und Referent der »Neuen Rechten«.

Erfolgsautor In allen Medien präsent: Max Otte

Oswald Spengler, obwohl vor 75 Jahren verstorben, ist in der extremen Rechten, nicht nur in Deutschland, noch aktuell.

Immer noch aktuell: Spengler

#Kultur
Ein selbstbestimmtes Ich, ein selbstzusammengesuchtes Wir jenseits von Herkunft, Abstammung, Gender und Religion: Das ist für die Rechte die Apokalypse, die auch beim Bundessprecher der »Alternative für Deutschland« (AfD), Jörg Meuthen, als »links-rot-grün-versifftes 68er-Deutschland« durchklingt.

Lieber Humanität

#Innenausschuss

Die »Alternative für Deutschland« (AfD) soll den Vorsitz im Innenausschuss des Deutschen Bundestages übernehmen. Es kursieren die Namen der Abgeordneten Gottfried Curio aus Berlin und Steffan Janich aus Sachsen. Das muss verhindert werden.

NEIN zum AfD-Vorsitz und JA, es kann noch verhindert werden!

#Anthroposophie

Rassismus, Antisemitismus und Verschwörungsdenken als Grundlagen der Anthroposophie

»Die weiße Rasse ist (…) die am Geistigen schaffende Rasse«

#Macherinnen

Der Vorstellung der Reinheit der Natur mit ihren Selbstheilungskräften wird die Künstlichkeit der Medizin gegenübergestellt. Diesem Verständnis folgend, stellt der vermeintlich drohende Impfzwang einen Angriff auf die Natur dar.

»Wir sind tief verwurzelt mit der Erde!«

#AntifaMagazin zum hören

Kommentar / Editorial
Ausgabe #193
Dezember
2021

von der Redaktion
des antifaschistischen
Magazins

Liebe Leser*innen,

Bundestagswahl, vierte Corona-Welle, Klimagipfel – es gibt wahrlich genug, um darüber zu berichten, zu schreiben, zu analysieren. Wir hatten uns allerdings Anfang des Jahres 2021 dazu entschlossen, das 100-jährige Jubiläum der »Antifa« in unserem Magazin zu würdigen. Einmal im Rückblick auf die Entstehungsgeschichte und die daran anknüpfenden Entwicklungen über die Jahrzehnte – zusammengetragen in der Ausgabe 190. Zum Ausklang des »Antifa«-Jubiläums bieten wir Antifaschist*innen Raum und Platz für ihre fast immer ehrenamtliche Arbeit gegen Rassismus, Neonazis und Neofaschismus. Der Schwerpunkt unserer Texte liegt dabei auf der Recherche gegen Rechts – und wie sie mit Kampagnen verknüpft wird: Eine Region, eine Organisation oder ein Teilbereich der extremen Rechten wird über viele Jahre beobachtet. Mit diesem Wissen können Analysen und Einschätzungen vorgenommen werden, politische Entwicklungen nachvollzogen, im besten Fall auch prognostiziert werden. Recherche ist kein Selbstzweck, sondern ist der Grundstock für Aktionen und Initiativen. Ohne diese solide Basis ließen sich keine Kampagnen gegen Treffpunkte der Rechten oder Aufmärsche von Neonazis initiieren. Bündnisfähigkeit und der lange Atem sind schließlich oft ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg.

Recherche bedeutet dranbleiben, auch über Jahrzehnte wenn es sein muss, zum Beispiel an der »Wehrsportgruppe Hoffmann«. Recherche bedeutet auch Neues zu analysieren: Die letzten beiden Jahre »Querdenken« haben gezeigt, dass Antifaschist*innen die ersten waren, die nicht nur auf die personellen Überschneidungen zur extremen Rechten sondern auch auf die ideologischen Schnittmengen zu völkischem Denken, Antisemitismus, Antimoderne und Esoterik hingewiesen haben.

Recherche bedeutet Vernetzung, Austausch und Abwägen. Handelt es sich um ein kurzzeitiges Phänomen? Steckt da mehr hinter? Und vor allem: Wer initiiert mit wem da gerade etwas Neues? Fragen, die mittlerweile auch im Mainstream der Medien gestellt werden. Wobei: je eindeutiger die Bezüge zum Nationalsozialismus sind, desto einfacher fällt der Rückgriff auf die Ergebnisse der »Antifa«. Bei weniger plakativen oder auch komplizierteren Zusammenhängen bleibt die Arbeit weiterhin in ehrenamtlichen Händen. Hitler, Gewalt und Waffen sind der Renner – Vereine, Lesezirkel, Publikationen eher nicht.

Auch der Anspruch unseres Magazins – Recherche, Analyse und Perspektive – ließe sich ohne die kontinuierliche Zusammenarbeit, den Austausch, die Diskussionen mit Einzelpersonen und Gruppen nicht umsetzen. Ihnen allen möchten wir ein großes Dankeschön für die letzten 30 Jahre sagen und bleiben weiterhin für einander da.
Die Redaktion

Suchen & Finden

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Schwerpunkte

Schwerpunkte sind Sammlungen von Artikeln und Ausgaben zu einem Themenkomplex.

Seit 1989 erscheint »der rechte rand« alle zwei Monate. Wir berichten über rechte Parteien, Kameradschaften, rechte Think Tanks, Webportale, Magazine und Verlage, Musikbands und Label, Aufmärsche und Tagungen, Themen und Kampagnen – in der Bundesrepublik sowie international. Fundierte und prägnante Recherchen und Analysen lenken die Aufmerksamkeit auch auf unterbelichtete oder ausgeblendete Aspekte. Das Magazin zeigt, wie der rechte Rand gesellschaftlich verankert ist und an Themen der gesellschaftlichen ‚Mitte’ anknüpft. Für unser Magazin schreiben Aktive aus antifaschistischen Gruppen, Journalist*innen und Wissenschaftler*innen. Unsere Autor*innen beobachten Aufmärsche aus der Nähe, berichten aus geschlossenen Veranstaltungen der rechten Szene, werten Flugblätter und Zeitschriften aus. Unsere Autor*innen sind Expert*innen und beschäftigten sich seit Jahren mit dem Thema.

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