der rechte rand

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Druckzeitpunkt: 26.02.2021, 06:32:47

RECHERCHE. ANALYSE. PERSPEKTIVE.

Das antifaschistische Magazin #wirunterlassennicht

antifa Magazin der rechte rand

Das IfS. Faschist*innen des 21. Jahrhunderts

Einblicke in 20 Jahre »Institut für Staatspolitik«

184 Seiten | zahlreiche Fotos | 2020 | EUR 12.80

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#AntifaMagazin zum hören

Kommentar / Editorial
Ausgabe #188
Januar
2021

von der Redaktion
des antifaschistischen
Magazins

Liebe Leser*innen,
die Corona-Pandemie hält uns alle weiter fest im Griff und auch das Jahr 2021 wird unter dem Vorzeichen des heimtückischen Virus stehen. Ruhiger geworden ist es indes um die rechte Bewegung von »Querdenken«. Das kommt nicht von ungefähr, sondern ist auch dem unermüdlichen Engagement der Antifaschist*innen in diesem Land zu verdanken. Standen viele im April letzten Jahres noch vor der Frage, wer denn da demonstriert, ist das mittlerweile mehr als offensichtlich: Ein Schulterschluss aus Querfront-Anhänger*innen und Verschwörungsgläubigen, Neonazis und »Alternative für Deutschland«, »Reichsbürgern« und Hooligans, Esoteriker*innen sowie christlichen Fundamentalist*innen. Statt Speerspitze einer Massenbewegung sind »Querdenken«-Protagonist*innen wie Michael Ballweg nur noch Neonazi-Kumpanen. Zwar hat die Ausdauer der Corona-Leugner*innen viele überrascht, aber von ihrem »Sturm auf Berlin« ist zum Jahresende nicht viel übrig geblieben. Neben der späten Einsicht jener Skeptiker*innen, denen erst durch persönliche Betroffenheit die Gefahr dieser Krankheit bewusst wurde, ist das vor allem auf politischen Druck zurückzuführen: die Recherchen zu Reichsbürgerverbindungen, antifaschistische Blockaden trotz prügelnder Polizei wie in Frankfurt am Main, das Aufdecken der finanziellen Interessen von Ballweg durch Jan Böhmermann und eben auch Theater wie die »Volksbühne Berlin«, die schon gegen die ersten Verschwörungsaufmärsche klare Kante gezeigt haben. All das hat mit dazu beigetragen, die Corona-Leugner*innen zu isolieren. Davon zeugen auch die mageren 1,2 Prozent für den »Querdenken«-Anführer Ballweg im zweiten Oberbürgermeisterwahlgang vom vergangenen November in seiner vermeintlichen Hochburg Stuttgart.
Währenddessen hat in der AfD der Streit, wie mit »Querdenken« umzugehen ist, auf dem letzten Bundesparteitag in Kalkar für hitzigen Zwist gesorgt. Zwar konnte Jörg Meuthen den Machtkampf für sich entscheiden, doch das Superwahljahr 2021 wird zeigen, was von der strategischen Abwendung bleibt und wie die Anhänger*innenschaft an den Wahlurnen entscheidet. Figuren wie Alexander Gauland und Björn Höcke phantasieren vom Umsturz. Für sie ist der Sturm auf das US-Kapitol und der vorherige Versuch am Berliner Reichstagsgebäude Vorzeichen einer nationalen Revolution. Daher werden sie weiterhin in Manier einer »Lügen-AfD« mit den »Leerdenkern« Corona leugnen und jeden Anlass nutzen, um aufzustacheln. Sei es gegen Geflüchtete oder angebliche »Weltverschwörer«. Fest steht: Die Messe ist noch nicht gelesen und wir werden nicht locker zu lassen, ihre Pläne zu durchkreuzen. Durch Recherche und Solidarität.

Die gute Nachricht zum Jahresbeginn: Trump ist abgewählt und die Wahlmänner und -frauen in Washington D.C. haben das bestätigt. Gleichzeitig mussten wir mit ansehen, wie tausende Anhänger*innen von Trump zeitweise das Kapitol erstürmten. Fünf Menschen starben an diesem Tag. So wurde allen vor Augen geführt, was Rechtsradikale, Faschist*innen und rassistische Milizen machen, wenn ihnen das Wahlergebnis in einer Demokratie nicht passt. Einen aktuellen Text zu Hintergründen und Infos über diesen Tag von unserem Autor Carl Kinsky gibt es auf der Startseite von www.der-rechte-rand.de.

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Seit 1989 erscheint »der rechte rand« alle zwei Monate. Wir berichten über rechte Parteien, Kameradschaften, rechte Think Tanks, Webportale, Magazine und Verlage, Musikbands und Label, Aufmärsche und Tagungen, Themen und Kampagnen – in der Bundesrepublik sowie international. Fundierte und prägnante Recherchen und Analysen lenken die Aufmerksamkeit auch auf unterbelichtete oder ausgeblendete Aspekte. Das Magazin zeigt, wie der rechte Rand gesellschaftlich verankert ist und an Themen der gesellschaftlichen ‚Mitte’ anknüpft. Für unser Magazin schreiben Aktive aus antifaschistischen Gruppen, Journalist*innen und Wissenschaftler*innen. Unsere Autor*innen beobachten Aufmärsche aus der Nähe, berichten aus geschlossenen Veranstaltungen der rechten Szene, werten Flugblätter und Zeitschriften aus. Unsere Autor*innen sind Expert*innen und beschäftigten sich seit Jahren mit dem Thema.

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