der rechte rand

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Druckzeitpunkt: 22.05.2026, 18:54:04

RECHERCHE. ANALYSE. PERSPEKTIVE.

Das antifaschistische Magazin

Antifa, Magazin, Orban, Faschist, Fallen,
Antifa Magazin der rechte rand

Ausgabe Nov. | Dez.
2025

#BetterTogether

antifa Magazin der rechte rand

Ausgabe Jan. | Feb.
2026

#Haltung zeigen

antifa Magazin der rechte rand

März | April
2026

#Menschenwürde

Aktuelle Artikel

#Autoritär
Kein antifaschistischer Konsens – die Hinwendung zum radikal Autoritären im konservativen Milieu

Kein antifaschistischer Konsens – die Hinwendung zum radikal Autoritären im konservativen Milieu

#Ungarn

Für den 12. April ist in Ungarn die Parlamentswahl angesetzt. Viktor Orbán, seit 16 Jahren amtierender Ministerpräsident und Referenz für Rechte jeglicher Prägung in Europa, liegt mit seinem Regierungsbündnis in den Umfragen deutlich hinter seinem Konkurrenten.

Das Vorbild wackelt

#Intro
Liebe Leser*innen, bundesweit gibt es fast an jedem Tag eine politisch motivierte Straftat gegen Gedenkstätten und Erinnerungsorte für die Opfer des Nationalsozialismus. An fast jedem Tag im Jahr also ein Angriff auf die erkämpfte Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen – an die Opfer von Antisemitismus und Rassismus.

Intro 219

#Fretterode

Mehr als drei Jahre nach dem brutalen Überfall auf zwei Journalisten in Nordthüringen hat vor dem Landgericht Mühlhausen der Prozess gegen zwei Neonazis begonnen.

Ein Angriff auf die Pressefreiheit

#DeutscheJugend

Mit der »Generation Deutschland« hat die AfD nun wieder eine offizielle Jugendorganisation, die enger als ihre Vorgängerin an die Partei angebunden ist. Entstanden ist eine professionalisierte und gut vernetzte Radikalisierungsmaschine.

Aus alt mach neu

#R21

Die Denkfabrik »Republik 21« empfiehlt eine Annäherung an die AfD. Für ihre Arbeit erhält sie künftig Fördermittel aus dem Bundeskanzleramt.

Linien statt Mauern

#Kommentar

Dabei zielt der Begriff »Gesellschaft« gerade im Kontrast zu Volk und Gemeinschaft darauf ab, Unterschiede in ökonomischen, sozialen und auch kulturellen Verhältnissen erklärbar zu machen.

CancelCancel

#Normalisierung
Die Kommentare auf den Politikseiten und in den Feuilleton­foren ignorieren erneut, dass die AfD die Regeln des Politik-
Betriebs bewusst nicht einhält. Sie will die Demokratie mit Mitteln der Demokratie delegitimieren. Zuspitzen und spalten ist ihr Ansatz. Die Aggressor*innen sind selbstredend immer die Anderen.

Unerlaubte Betriebsstörung geboten

Intro Ausgabe 218

Politisch sind die Kräfteverhältnisse in den Parlamenten entscheidend. Dort wird auch die Forderung nach dem Verbot der AfD verhandelt. Dabei darf der Druck aus der Zivilgesellschaft nicht nachlassen. Der Blick über die Landesgrenzen zeigt, dass Wahlen eben nicht auf die leichte Schulter zu nehmen sind. Sie sind vielmehr eine Errungenschaft und ein demokratisches Handwerkszeug.

Intro Ausgabe 218

INTRO

Ausgabe #220
Mai / Juni
2026

von der Redaktion
des antifaschistischen
Magazins

Antifa Magazin der rechte rand
Wir sind Teil der Kampagne - AfD Verbot jetzt!

Liebe Leser*innen,

die radikale Rechte kann gestoppt werden. Am 12. April 2026 haben die Menschen in Ungarn den rechtsradikalen Autokraten Viktor Orbán abgewählt – das Votum war nicht knapp, sondern eindeutig. Sein Nachfolger Péter Magyar konnte mit seiner Mitte-Rechts-Partei »Tisztelet és Szabadság Párt« (TISZA, »Respekt- und Freiheitspartei«) zwei Drittel der Stimmen gewinnen. Magyar wurde nicht nur für sein Programm oder seinen Kurs gewählt. Er wurde gewählt, weil er nicht Viktor Orbán ist. Korruption, wirtschaftlicher Niedergang und Eliten-Dünkel waren am Ende eben auch für all jene Wähler*innen zu viel, die lange Zeit mit Orbáns Rechtskurs gut leben konnten oder ihn unterstützten. Seine Abwahl ist kein Linksrutsch oder antifaschistische Massenbewegung – aber sie ist ein Grund zur Freude und zur Hoffnung. Denn die Entscheidung zeigt, dass ein rechter Autokrat und sein System abgewählt werden können – trotz maßgeschneiderter Gesetze und Wahlkreise.

Antifa, Magazin, Orban, Faschist, Fallen,


@ European People’s Party
Wikipedia CC BY 2.0

Mit dem Regierungswechsel besteht die Hoffnung, dass zumindest wieder demokratische Mindeststandards gewahrt werden. Und vor allem brechen der radikalen Regierungsrechten Strukturen und Geld, Macht und Posten weg. Ungarn war ein zentraler Ort der Hoffnung und Orientierung für Rechte weltweit. Das Land schien das Musterbeispiel zu sein, wie rechtes Regieren gelingen und auf Dauer gefestigt werden kann. Die »Neue Rechte« überbot sich – auch hier in Deutschland – mit Projektionen, dort herrsche eine Regierung, die – scheinbar an der Hegemonie-Theorie des Marxisten Antonio Gramsci geschult – nicht einfach nur regierte, sondern sich auch darum bemühte, internationale Netzwerke aufzubauen, Ideologie zu produzieren, rechte Intellektuelle zu schulen und die Macht neben Zwang auch durch kulturelle Hegemonie zu sichern. Puff…! Auf einmal wurde all das – trotz Wahlrechtsänderungen, Propaganda auf allen Kanälen und Beeinflussungen der Wahl durch die USA und Russland – mit dem Kreuz von 3,3 Millionen Menschen hinweggefegt. Der Traum für die Einen und der Albtraum für die Anderen waren von jetzt auf gleich ausgeträumt. Putins Statthalter in der EU ist Geschichte. Von Orbáns »Fidesz«-Partei ist – Stand Ende April – nur ein Scherbenhaufen übrig. Parteifreunde bemühen sich, den in den letzten eineinhalb Jahrzehnten zusammengetragenen Wohlstand außer Landes zu schaffen.

Und auch auf der anderen Seite des Atlantiks strauchelt die Rechte. Donald Trump brechen einst treue Unterstützer*innen weg. Sein außenpolitischer Kurs wird als Verrat gewertet. Kriege in aller Welt lehnten wichtige Verfechter*innen von »Make America great again!« und »America first!« ab. Diese galten als Politik der »Democrats« und der liberalen Eliten der »Ostküste«. Auch steigende Preise als Folgen von Trumps Zöllen und seiner protektionistischen Wirtschaftspolitik, seine immer erratischer und kriegerischer werdende Politik und sein Verhalten im Skandal rund um die »Epstein-Akten« drohen zu einem Desaster bei den »Midterms elections« im November zu werden. Scheitern die Wahlen zum Repräsentantenhaus, zum Senat und zu einer ganzen Reihe von Gouverneursposten, dann stehen Trump und seine »Republikaner« vor schweren Zeiten.

Und bei uns? Bei den jüngsten Wahlen im April zu Bürgermeister*innen – beispielsweise in Wismar, Schwerin, Ueckermünde oder Anklam – verlor am Ende die AfD. Gewonnen haben Parteilose oder Kandidat*innen, die von breiten Bündnissen gestützt wurden. Progressiv ist das oft nicht – aber in seiner Wirkung nicht zu unterschätzen, verschafft es doch demokratischen und progressiven Kräften Luft – und macht das Leben all jener weniger schwer, die Opfer rechter Regierungspolitik werden würden. Denn eines hat noch jede Rechtsregierung gezeigt: Harmlos war sie nie. Den rechten Griff nach der Macht gilt es immer zu stoppen. Linke oder fortschrittliche Politik muss man dann oft genug noch zusätzlich machen.
Eure Redaktion

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Seit 1989 erscheint »der rechte rand« alle zwei Monate. Wir berichten über rechte Parteien, Kameradschaften, rechte Think Tanks, Webportale, Magazine und Verlage, Musikbands und Label, Aufmärsche und Tagungen, Themen und Kampagnen – in der Bundesrepublik sowie international. Fundierte und prägnante Recherchen und Analysen lenken die Aufmerksamkeit auch auf unterbelichtete oder ausgeblendete Aspekte. Das Magazin zeigt, wie der rechte Rand gesellschaftlich verankert ist und an Themen der gesellschaftlichen ‚Mitte’ anknüpft. Für unser Magazin schreiben Aktive aus antifaschistischen Gruppen, Journalist*innen und Wissenschaftler*innen. Unsere Autor*innen beobachten Aufmärsche aus der Nähe, berichten aus geschlossenen Veranstaltungen der rechten Szene, werten Flugblätter und Zeitschriften aus. Unsere Autor*innen sind Expert*innen und beschäftigten sich seit Jahren mit dem Thema.

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