der rechte rand

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Druckzeitpunkt: 31.03.2026, 18:44:03

RECHERCHE. ANALYSE. PERSPEKTIVE.

Das antifaschistische Magazin

antifa Magazin der rechte rand
Antifa Magazin der rechte rand

Ausgabe Juli | August
2025

#Kriminalisierung

Antifa Magazin der rechte rand

Ausgabe Nov. | Dez.
2025

#BetterTogether

antifa Magazin der rechte rand

Ausgabe Jan. | Feb.
2026

#Haltung zeigen

Aktuelle Artikel

#Intro
Liebe Leser*innen, bundesweit gibt es fast an jedem Tag eine politisch motivierte Straftat gegen Gedenkstätten und Erinnerungsorte für die Opfer des Nationalsozialismus. An fast jedem Tag im Jahr also ein Angriff auf die erkämpfte Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen – an die Opfer von Antisemitismus und Rassismus.

Intro 219

#Fretterode

Mehr als drei Jahre nach dem brutalen Überfall auf zwei Journalisten in Nordthüringen hat vor dem Landgericht Mühlhausen der Prozess gegen zwei Neonazis begonnen.

Ein Angriff auf die Pressefreiheit

#DeutscheJugend

Mit der »Generation Deutschland« hat die AfD nun wieder eine offizielle Jugendorganisation, die enger als ihre Vorgängerin an die Partei angebunden ist. Entstanden ist eine professionalisierte und gut vernetzte Radikalisierungsmaschine.

Aus alt mach neu

#R21

Die Denkfabrik »Republik 21« empfiehlt eine Annäherung an die AfD. Für ihre Arbeit erhält sie künftig Fördermittel aus dem Bundeskanzleramt.

Linien statt Mauern

#Kommentar

Dabei zielt der Begriff »Gesellschaft« gerade im Kontrast zu Volk und Gemeinschaft darauf ab, Unterschiede in ökonomischen, sozialen und auch kulturellen Verhältnissen erklärbar zu machen.

CancelCancel

#Normalisierung
Die Kommentare auf den Politikseiten und in den Feuilleton­foren ignorieren erneut, dass die AfD die Regeln des Politik-
Betriebs bewusst nicht einhält. Sie will die Demokratie mit Mitteln der Demokratie delegitimieren. Zuspitzen und spalten ist ihr Ansatz. Die Aggressor*innen sind selbstredend immer die Anderen.

Unerlaubte Betriebsstörung geboten

Intro Ausgabe 218

Politisch sind die Kräfteverhältnisse in den Parlamenten entscheidend. Dort wird auch die Forderung nach dem Verbot der AfD verhandelt. Dabei darf der Druck aus der Zivilgesellschaft nicht nachlassen. Der Blick über die Landesgrenzen zeigt, dass Wahlen eben nicht auf die leichte Schulter zu nehmen sind. Sie sind vielmehr eine Errungenschaft und ein demokratisches Handwerkszeug.

Intro Ausgabe 218

Antifa, Haltung zeigen, AFDVerbot, Republik 21, USA, Wehrpflicht, AfD, Wahlen, Deutsche Jugend, Mitte Studie, Tschechien, Wehrsport, NSU, Nationalsozialismus,

Inhalt Ausgabe 218

#BudapestKomplex

Die Verfahren im »Budapest-Komplex« sind ein Lehrstück dafür, wie Antifaschist*innen europaweit von einer rechtsautoritären Regierung wie der ungarischen strafrechtlich verfolgt werden können und wie reibungslos deutsche Strafverfolgungsbehörden mit solch einer Regierung zusammenarbeiten. Diese Koope­ration reichte bis zur Blitz-Auslieferung von Maja, um zu verhindern, dass das Bundesverfassungsgericht den gemeinsamen Wunsch nach Strafverfolgung in Ungarn vereiteln konnte.

Europaweite strafrechtliche Verfolgung junger Antifaschist*innen

INTRO

Ausgabe #218
Januar | Februar
2026

von der Redaktion
des antifaschistischen
Magazins

Antifa Magazin der rechte rand
Wir sind Teil der Kampagne - AfD Verbot jetzt!

Liebe Leser*innen,

bundesweit gibt es fast an jedem Tag eine politisch motivierte Straftat gegen Gedenkstätten und Erinnerungsorte für die Opfer des Nationalsozialismus. An fast jedem Tag im Jahr also ein Angriff auf die erkämpfte Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen – an die Opfer von Antisemitismus und Rassismus. Die Erinnerungskultur steht massiv unter Druck, bilanzierte im vergangenen Herbst Jens Christian Wagner, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. Ausgerechnet zum 11. April, dem 81. Jahrestag der Befreiung des KZ Buchenwald, steht er nun im Fokus der Kampagne „Kufiyas in Buchenwald“. Diese unterstellt der Gedenkstätte und ihrer Leitung, Buchenwald würde „zunehmend zu einem Ort des Geschichtsrevisionismus und der Genozidleugnung“. Mit ihrer geschichtsrevisionistischen Instrumentalisierung des Gedenkens legt die Kampagne einen weiteren Grundstein für die Angriffe, die auch von Rechtsradikalen wie der AfD ausgehen, und trampelt so mit ihrer Agenda auf den Opfern des ehemaligen Konzentrationslagers herum. Dass damit die Situation der Palästinenser*innen in Gaza und der Westbank erträglicher oder ihnen gar eine Perspektive eröffnet wird, darf zu Recht bezweifelt werden. Tröstlich nur, dass diese Kampagne im digitalen Raum nicht verfängt.

Antifa Magazin der rechte rand


Wir gedenken der Opfer von Nazi-Deutschland im ehemaligen KZ-Buchenwald und feiern die Befreiung des Lagers mit den Familien, den Überlebenden und den Alliierten.
© Mark Mühlhaus / attenzione

Deutlich mehr Menschen haben sich in den letzten Monaten für die AfD und die beachtliche Anzahl der Fälle ihrer Vetternwirtschaft interessiert. Auf Landes-, Bundes- und Europaebene ist es für Verwandte und Bekannte von Partei-Funktionär*innen offenbar einfach, gutdotierte Anstellungen in AfD-Büros zu bekommen. Der ursprünglich in Sachsen-Anhalt losgetretene Streit um „systematische Vetternwirtschaft“ und Teile der AfD als „Beutegemeinschaft« hat längst weitere Bundesländer und auch die Bundestagsfraktion erfasst. Er zeigt: trotz ihrer Professionalisierungsbemühungen ist die AfD noch immer der „gärige Haufen“, als den sie der heutige Ehrenvorsitzende Alexander Gauland einst bezeichnet hatte. Im Hintergrund toben Machtkämpfe, die längst nicht mehr ideologischen Linien folgen und stets laut und polternd an die Öffentlichkeit drängen, während die Parteivorsitzenden durch fehlendes Krisen-Management glänzen. Auch die jüngste Spendenaffäre und der fehlerhafte Rechenschaftsbericht beim Deutschen Bundestag stoßen Parteimitgliedern angesichts der drohenden Strafzahlung von 1,4 Millionen Euro sauer auf. Es ist erneut die große Stunde deutungsmächtiger Vorfeld-Akteure wie Götz Kubitschek. Der AfD-Einflüsterer fordert: „Tünche reicht nicht, aufräumen muss man.“ Und er kann sich dabei der Unterstützung seines langjährigen Freundes Björn Höcke sicher sein. Dessen Landesverband hat sich an die Spitze der innerparteilichen Kritiker*innen der Vetternwirtschaft gesetzt und fordert unter anderem einen „Neustart“ an der Spitze. Eine deutliche Kampfansage an den Bundesvorstand um Alice Weidel und Tino Chrupalla ausgerechnet vor dem Bundesparteitag im Juli, auf dem in Erfurt ein neuer Bundesvorstand gewählt werden soll. Auf den Tag genau 100 Jahre nach dem zweiten NSDAP-Reichsparteitag 1926 in Weimar, auf dem auch die Hitlerjugend gegründet wurde.

Eure Redaktion

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Seit 1989 erscheint »der rechte rand« alle zwei Monate. Wir berichten über rechte Parteien, Kameradschaften, rechte Think Tanks, Webportale, Magazine und Verlage, Musikbands und Label, Aufmärsche und Tagungen, Themen und Kampagnen – in der Bundesrepublik sowie international. Fundierte und prägnante Recherchen und Analysen lenken die Aufmerksamkeit auch auf unterbelichtete oder ausgeblendete Aspekte. Das Magazin zeigt, wie der rechte Rand gesellschaftlich verankert ist und an Themen der gesellschaftlichen ‚Mitte’ anknüpft. Für unser Magazin schreiben Aktive aus antifaschistischen Gruppen, Journalist*innen und Wissenschaftler*innen. Unsere Autor*innen beobachten Aufmärsche aus der Nähe, berichten aus geschlossenen Veranstaltungen der rechten Szene, werten Flugblätter und Zeitschriften aus. Unsere Autor*innen sind Expert*innen und beschäftigten sich seit Jahren mit dem Thema.

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