der rechte rand

Permalink: https://www.der-rechte-rand.de/ausgaben/ausgabe-188/
Druckzeitpunkt: 02.12.2021, 16:31:19

RECHERCHE. ANALYSE. PERSPEKTIVE.

Das antifaschistische Magazin

Antifa Magazin der rechte rand

Aktuelle Artikel

#Anthroposophie

Rassismus, Antisemitismus und Verschwörungsdenken als Grundlagen der Anthroposophie

»Die weiße Rasse ist (…) die am Geistigen schaffende Rasse«

#Macherinnen

Der Vorstellung der Reinheit der Natur mit ihren Selbstheilungskräften wird die Künstlichkeit der Medizin gegenübergestellt. Diesem Verständnis folgend, stellt der vermeintlich drohende Impfzwang einen Angriff auf die Natur dar.

»Wir sind tief verwurzelt mit der Erde!«

#Stiftung

Wird der Verfassungsschutz zum Schiedsrichter über die Politische Bildung? Kritische Anmerkungen zur Kampagne gegen die AfD-nahe »Desiderius-Erasmus-Stiftung«.

Nicht alle Mittel sind sinnvoll

#NSU

Zehn Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU spricht »der rechte rand« mit Rechtsanwalt Björn Elberling, der seit 2013 als Nebenklägervertreter am Münchener NSU-Prozess beteiligt war, über Veränderungen innerhalb der Justiz.

Veränderungen in der Justizlandschaft

#Bilanz

Der Schock saß tief und Lösungen mussten her: Tag für Tag kamen im November 2011 neue Details über die rechtsterroristische Gruppe »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU) ans Licht, die allesamt geeignet waren, die Sicherheitsbehörden, die Bundesregierung, kurzum: den Staat, zu kompromittieren.

NSU – Zehn Jahre danach

#Stiftung

Mit dem erneuten Einzug der »Alternative für Deutschland« in den Deutschen Bundestag am 26. September 2021 steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die parteinahe »Desiderius-Erasmus-Stiftung« in den kommenden Jahren mit staatlichen Mitteln in Millionenhöhe finanziert wird. Damit sollte die Frage der programmatischen und personellen Ausrichtung der Stiftung in den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Interesses rücken.

Staatlich geförderte Kaderschmiede

#Geschäfte

Am dritten Septemberwochenende 2021 fand in Wiesbaden der »SOLIT Go for Gold-Wertekongress« statt. Eine Werbeveranstaltung für Edelmetalle, bei der die Klaviatur der Manipulation und Demokratiehetze professionell gespielt wurde.

Zwischen Goldhandel und Verschwörungsmythen

#Geschichte

Braune Ökos.
Eine »Lehre von der gesamten Umwelt« müsse »Kulturlandschaften, Riten und Brauchtum, also auch Haus und Hof« mit einschließen. Kurz und knapp skizziert Schick den Vierklang von rechter Ökologie: Umweltschutz = Naturschutz = Tierschutz = Volksschutz.

Braune Ökos

#AntifaMagazin zum hören

Kommentar / Editorial
Ausgabe #192
Oktober
2021

von der Redaktion
des antifaschistischen
Magazins

Liebe Leser*innen,

Bundestagswahl, vierte Corona-Welle, Klimagipfel – es gibt wahrlich genug, um darüber zu berichten, zu schreiben, zu analysieren. Wir hatten uns allerdings Anfang des Jahres 2021 dazu entschlossen, das 100-jährige Jubiläum der »Antifa« in unserem Magazin zu würdigen. Einmal im Rückblick auf die Entstehungsgeschichte und die daran anknüpfenden Entwicklungen über die Jahrzehnte – zusammengetragen in der Ausgabe 190. Zum Ausklang des »Antifa«-Jubiläums bieten wir Antifaschist*innen Raum und Platz für ihre fast immer ehrenamtliche Arbeit gegen Rassismus, Neonazis und Neofaschismus. Der Schwerpunkt unserer Texte liegt dabei auf der Recherche gegen Rechts – und wie sie mit Kampagnen verknüpft wird: Eine Region, eine Organisation oder ein Teilbereich der extremen Rechten wird über viele Jahre beobachtet. Mit diesem Wissen können Analysen und Einschätzungen vorgenommen werden, politische Entwicklungen nachvollzogen, im besten Fall auch prognostiziert werden. Recherche ist kein Selbstzweck, sondern ist der Grundstock für Aktionen und Initiativen. Ohne diese solide Basis ließen sich keine Kampagnen gegen Treffpunkte der Rechten oder Aufmärsche von Neonazis initiieren. Bündnisfähigkeit und der lange Atem sind schließlich oft ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg.

Recherche bedeutet dranbleiben, auch über Jahrzehnte wenn es sein muss, zum Beispiel an der »Wehrsportgruppe Hoffmann«. Recherche bedeutet auch Neues zu analysieren: Die letzten beiden Jahre »Querdenken« haben gezeigt, dass Antifaschist*innen die ersten waren, die nicht nur auf die personellen Überschneidungen zur extremen Rechten sondern auch auf die ideologischen Schnittmengen zu völkischem Denken, Antisemitismus, Antimoderne und Esoterik hingewiesen haben.

Recherche bedeutet Vernetzung, Austausch und Abwägen. Handelt es sich um ein kurzzeitiges Phänomen? Steckt da mehr hinter? Und vor allem: Wer initiiert mit wem da gerade etwas Neues? Fragen, die mittlerweile auch im Mainstream der Medien gestellt werden. Wobei: je eindeutiger die Bezüge zum Nationalsozialismus sind, desto einfacher fällt der Rückgriff auf die Ergebnisse der »Antifa«. Bei weniger plakativen oder auch komplizierteren Zusammenhängen bleibt die Arbeit weiterhin in ehrenamtlichen Händen. Hitler, Gewalt und Waffen sind der Renner – Vereine, Lesezirkel, Publikationen eher nicht.

Auch der Anspruch unseres Magazins – Recherche, Analyse und Perspektive – ließe sich ohne die kontinuierliche Zusammenarbeit, den Austausch, die Diskussionen mit Einzelpersonen und Gruppen nicht umsetzen. Ihnen allen möchten wir ein großes Dankeschön für die letzten 30 Jahre sagen und bleiben weiterhin für einander da.
Die Redaktion

Suchen & Finden

Volltextsuche über alle Inhalte. Sie können zur weiteren Eingrenzung den Suchworten ein Minus „-“ voranstellen, um einzelne Wörter auszuschließen, z.B. „AFD -Petry“ um nach AFD, aber ohne Petry zu suchen.

Schwerpunkte

Schwerpunkte sind Sammlungen von Artikeln und Ausgaben zu einem Themenkomplex.

Seit 1989 erscheint »der rechte rand« alle zwei Monate. Wir berichten über rechte Parteien, Kameradschaften, rechte Think Tanks, Webportale, Magazine und Verlage, Musikbands und Label, Aufmärsche und Tagungen, Themen und Kampagnen – in der Bundesrepublik sowie international. Fundierte und prägnante Recherchen und Analysen lenken die Aufmerksamkeit auch auf unterbelichtete oder ausgeblendete Aspekte. Das Magazin zeigt, wie der rechte Rand gesellschaftlich verankert ist und an Themen der gesellschaftlichen ‚Mitte’ anknüpft. Für unser Magazin schreiben Aktive aus antifaschistischen Gruppen, Journalist*innen und Wissenschaftler*innen. Unsere Autor*innen beobachten Aufmärsche aus der Nähe, berichten aus geschlossenen Veranstaltungen der rechten Szene, werten Flugblätter und Zeitschriften aus. Unsere Autor*innen sind Expert*innen und beschäftigten sich seit Jahren mit dem Thema.

ABONNEMENT – der rechte rand, alle zwei Monate nach Hause.

6 Ausgaben pro Jahr: Inlands-Abo 25,- Euro, günstigeres Inlands-Abo 21,- Euro, Soli Abo 50,- Euro, Auslands-Abo 35,- Euro Einzelpreis: 3,50 Euro. Bei Versand plus Porto.