der rechte rand

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Druckzeitpunkt: 12.08.2022, 02:20:00

RECHERCHE. ANALYSE. PERSPEKTIVE.

Das antifaschistische Magazin

antifa Magazin der rechte rand
Antifa Magazin der rechte rand

Ausgabe Nov. / Dez.
2021

#Antifa & Recherche

Antifa Magazin der rechte rand

Ausgabe Mai / Juni
2022

#Putin-Fans

Aktuelle Artikel

#Musik

Am 13. März 2015 veröffentlicht die Südtiroler Musikgruppe »Frei.Wild« ihr neues Studioalbum »Opposition«. Bereits mit der Wahl des Titels knüpft die Band inhaltlich nahtlos an ihre früheren Alben an. Eine inhaltliche Analyse der Liedtexte aus früheren Veröffentlichungen bietet einen Einblick in das Identitätsangebot an ihre Fans.

Identität: »Frei.Wild«

#Musik

Abhandlungen über die Band »Frei.Wild« gibt es mittlerweile zu Genüge. Die jüngste Veröffentlichung mit dem Untertitel »Südtirols Konservative Antifaschisten« von Klaus Farin hat der Band rechtzeitig zum neuen Album Aufmerksamkeit außerhalb ihrer Fangemeinde verschafft.

Absolution

#Musik

Antiemanzipatorische Positionen jenseits des Neonazismus werden weniger aus einer sogenannten neu-rechten Musikszene verbreitet, sondern vor allem von Bands und Projekten, die der ominösen »Mitte« – hier dem kulturellen Mainstream – zuzurechnen sind. Namentlich »Frei.Wild« ­und Andreas Gabalier.

Gescheiterte Strategien, geplatzte Seifenblasen und das Problem der ›Mitte‹

#Sachsen

Seit der Gründung der »Freien Sachsen« Anfang 2021 ist ihr grün-weißes Logo mit dem Wappen des Königreichs Sachsen in verschwörungsideologischen Telegram-Gruppen allgegenwärtig. Hinter dem Projekt steckt eine Partei, die sich nicht auf die Aufrufe zu Protesten gegen die Corona-Schutzmaßnahmen beschränkt, sondern bei den diesjährigen regionalen Wahlen in Sachsen mehrere Kandidat*innen ins Rennen schickt.

Partei und Bewegung

#Russland

Die religiöse Fundierung des Werkes von Iwan Iljin ist für Putin umso wichtiger, als Iljins Einstufung als Faschist weitgehend unumstritten ist. Als Monarchist und Gegner der Bolschewiki wurde er 1922 ausgewiesen, lebte zunächst in Deutschland, sah im Faschismus die notwendige Antwort auf die »bolschewistische Barbarei«, feierte Hitler als »Verteidiger Europas«.

Putins ideologisches Inventar

#Saarlouis

Knapp 30 Jahre nach dem Mord an Samuel Yeboah im saarländischen Saarlouis wurden die Ermittlungen wieder aufgenommen.
Antifaschist*innen, die früh auf die mutmaßlichen Täter hingewiesen hatten, stießen auf Ignoranz und Widerstand der Stadt.

Erinnern ohne Vergangenheit

#Wandern

In Teilen der politischen Rechten manifestiert sich seit ein paar Jahren neben Kampfsport, Demonstrationen und Konzerten ein weiterer Bestandteil in deren Lebenswelt: Wandern. Doch was für die meisten Menschen eher eine Auszeit aus dem stressigen Alltag bedeutet, ist für die Kamerad*innen ein Mittel zum Stählen von Körper und Geist.

Naturerlebnis statt Moderne

#Razzien

»Größte Razzia gegen Rechtsextreme seit 1945: Welche Orte in Baden-Württemberg betroffen sind«. So informierte der Südkurier am 6. April 2022 seine Leser*innen über an diesem Tag stattfindende Durchsuchungen gegen landesweit bekannte Neonazis.

Nazi-Netzwerke

#AntifaMagazin zum hören

INTRO

Ausgabe #197
Juli / August
2022

von der Redaktion
des antifaschistischen
Magazins

Liebe Leser*innen,

ein Jahr nach der faktischen Abschaffung des ursprünglichen Rechts auf Asyl freute sich Innenminister Manfred Kanther (CDU) 1994 über stark gesunkene Flüchtlingszahlen und erklärte: »Dieses Ergebnis wäre nicht erzielbar gewesen ohne die öffentliche Auseinandersetzung – die natürlich auch Hitzegrade erzeugt hat«. Ja, er sagte wirklich »Hitzegrade« und meinte damit teils tödliche, rassistische Anschläge wie in Hoyerswerda, Mölln, Solingen – und in Rostock-Lichtenhagen. Zum 30. Mal jähren sich im August dieses Jahres die pogromartigen Ausschreitungen gegen die Bewohner*innen der »Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber« (ZAst) und die vietnamesischen Vertragsarbeiter*innen in der Nachbarschaft. Staat und Polizei kapitulieren, es fliegen Steine und Brandsätze. Nachdem die ZAst evakuiert wird, tobt der Mob vor dem Wohnheim der Vertragsarbeiter*innen. Rund 3.000 Personen rotten sich vor dem Gebäude zusammen und während es unten schon brennt, können die eingeschlossenen Menschen nur mit viel Glück über eine Dachluke entkommen. Der damalige Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, Lothar Kupfer (CDU), stellte lapidar fest: »Eine akute Gefährdung war nicht gegeben«.

Bereits vor zehn Jahren spürten wir der fünftägigen Gewaltorgie nach – wir drucken den Text aufgrund des Jahrestages noch einmal ab. Flankiert wird er von einem Rückblick auf rassistische Angriffe in Folge von Rostock-Lichtenhagen in Ost und West. Dass die Ausschreitungen nicht singulär, sondern Teil eines rassistischen Flächenbrands waren, zeigt die – unvollständige – Chronik von Juni bis November 1992. Angesichts der in der Mitte fest verankerten Gewaltbereitschaft des Antiziganismus deutet Merle Stöver das Pogrom als konformistische Revolte, während der Text zu den damaligen White Riots in den USA den Blick auf eine internationale Perspektive erweitert. Über die kulturelle Rezeption des Pogroms schreibt Dan Thy Nguyen und geht der Frage nach, wie die Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen kulturell verarbeitet wurden. Zur Verarbeitung gehört auch das 2016 in Rostock errichtete Denkmal »Gestern Heute Morgen«, das mit sechs Stelen an die rassistischen Ausschreitungen erinnert. Wir fragen nach, ob dies ein adäquater Umgang mit den damaligen Ereignissen ist und sprechen mit dem Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde in Rostock, Juri Rosov, über die Entwicklungen in der Stadt. Im Interview mit Romani Rose, dem Vorsitzenden des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, geht es um die Perspektive der Betroffenen, Vertreter*innen des Förderverein Sinti und Roma Frankfurt/Main erläutern unter anderem den antiziganistischen Charakter des Pogroms und die Aufnahme der Stereotype gegen Roma im Mainstream der Politik. Diese Ausgabe haben wir mit Aktivist*innen des Dokumentationszentrums »Lichtenhagen im Gedächtnis« und des Vereins »Soziale Bildung« erarbeitet. Vielen Dank für die produktive Zusammenarbeit.

Wir wünschen eine anregende Lektüre,
Eure Redaktion des antifaschistischen Magazins

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Schwerpunkte

Schwerpunkte sind Sammlungen von Artikeln und Ausgaben zu einem Themenkomplex.

Seit 1989 erscheint »der rechte rand« alle zwei Monate. Wir berichten über rechte Parteien, Kameradschaften, rechte Think Tanks, Webportale, Magazine und Verlage, Musikbands und Label, Aufmärsche und Tagungen, Themen und Kampagnen – in der Bundesrepublik sowie international. Fundierte und prägnante Recherchen und Analysen lenken die Aufmerksamkeit auch auf unterbelichtete oder ausgeblendete Aspekte. Das Magazin zeigt, wie der rechte Rand gesellschaftlich verankert ist und an Themen der gesellschaftlichen ‚Mitte’ anknüpft. Für unser Magazin schreiben Aktive aus antifaschistischen Gruppen, Journalist*innen und Wissenschaftler*innen. Unsere Autor*innen beobachten Aufmärsche aus der Nähe, berichten aus geschlossenen Veranstaltungen der rechten Szene, werten Flugblätter und Zeitschriften aus. Unsere Autor*innen sind Expert*innen und beschäftigten sich seit Jahren mit dem Thema.

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