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	<description>Informationen von und für AntifaschistInnen</description>
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		<title>Vom Wunsch nach Diktatur</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 14:52:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Autoritäre Bilder in der aktuellen Debatte um die Wirtschaftskrise
Unter dem Druck der Krise werden in der Mitte der deutschen Gesellschaft rassistisch gefärbte Kampagnen und Gedanken über Diktatur wieder opportun.
Die Ära der Sparpakete ist in Europa angebrochen. Sozialleistungen und Gehälter werden drastisch gekürzt: Erst hat es Griechenland erwischt, dann Spanien und Portugal, jetzt auch Deutschland und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Autoritäre Bilder in der aktuellen Debatte um die Wirtschaftskrise</p>
<p>Unter dem Druck der Krise werden in der Mitte der deutschen Gesellschaft rassistisch gefärbte Kampagnen und Gedanken über Diktatur wieder opportun.</p>
<p><span id="more-282"></span>Die Ära der Sparpakete ist in Europa angebrochen. Sozialleistungen und Gehälter werden drastisch gekürzt: Erst hat es Griechenland erwischt, dann Spanien und Portugal, jetzt auch Deutschland und Frankreich. Mehr als 80 Milliarden Euro will die Bundesregierung allein bis 2014 einsparen; Hartz IV-Empfängerinnen und -Empfänger trifft die Maßnahme besonders hart. Zudem zeitigt die Krise ernste politische Folgen, von denen zwei in besonderem Maß antifaschistische Politik betreffen. In der Krise haben sich zwei Annahmen als falsch erwiesen, die viele zuvor für gesichert hielten: Die Annahme, dass die EU-Mitgliedschaft einen Staat vor rassistischen Kampagnen aus Deutschland schütze, und die Annahme, dass die Demokratie in der EU Grundlage politischen Handelns sei. Beides trifft nicht zu.</p>
<p><strong>Schuldig: Die Griechen</strong><br />
Dass auch zwischen EU-Mitgliedstaaten rassistisch gefärbte Kampagnen als Mittel des politischen Kampfes möglich sind, hat schon zu Jahresbeginn die deutsche Medienhetze gegen Griechenland bewiesen. Von »Pleite-Griechen«, denen Betrug und Korruption »offensichtlich in Fleisch und Blut übergegangen« seien, war von den Springerblättern über gewisse Nachrichtenmagazine bis hin zur Regionalpresse die Rede. »Kein Tropfen des alten Heldenblutes fließt ungemischt in den Adern der jetzigen Neugriechen«, zitierte der »Focus« den 1861 verstorbenen österreichischen Publizisten Jakob Philipp Fallmerayer: Die Bevölkerung des neuzeitlichen Griechenland sei »ein entartetes Geschlecht« – »Abkömmlinge jener slawischen Unholde, die im fünften und sechsten Jahrhundert über das byzantinische Reich herein brachen und die hellenische Nationalität mit Stumpf und Stiel ausrotteten«. »Die modernen Griechen beweisen ihre Unähnlichkeit mit ihren Vorfahren jedenfalls quasi täglich«, kommentierte das Münchner Magazin Fallmerayer zustimmend im Februar 2010. Bitter beklagte sich etwa die Hellenische Gemeinde zu Berlin: »Wir hätten nie vermutet, dass eine internationale Finanz- und Wirtschaftskrise … deutsche Medien zu rassistisch gefärbten Pamphleten hinreißt.«<br />
<strong>Konsequenz: ein klein wenig Diktatur</strong></p>
<p>Auch mit der Demokratie ist es in Deutschland gegenwärtig nicht mehr so weit her. »Es muss künftig möglich sein«, forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel Anfang Mai in »Bild am Sonntag«, »einem Land, das seine Verpflichtungen nicht einhält, zumindest vorübergehend das Stimmrecht zu nehmen«. Das Stimmrecht nehmen? Finanzielle Strafmaßnahmen sind ein durchaus gängiges Mittel der Politik, der Entzug demokratischer Mitbestimmungsrechte war es bislang nicht. Entsprechend scharf sind die Proteste gegen Merkels Forderung in zahlreichen EU-Staaten, und als Berlin am 17. Juni auf dem EU Gipfel forderte, jetzt die förmlichen Voraussetzungen für eine Suspendierung des Stimmrechts zu schaffen, da verweigerte selbst der Deutschland sonst ziemlich freundlich gesinnte Bundeskanzler Österreichs die Gefolgschaft. »Ich halte nichts davon«, ließ er vernehmen, »wenn Mitgliedsländer einander drohen, das Stimmrecht für politische Prozesse abzuerkennen«. Solche Äußerungen vermisst man ausgerechnet in dem Land, das im Namen der Demokratie sogar Kriege führt – in Deutschland. Dabei sind die Sparmaßnahmen, deren Nichtbefolgung nach dem Willen Berlins zum Entzug des Stimmrechts und damit zur Beherrschung der betroffenen Staaten von außen führen soll, keineswegs unumstritten. Vor allem Frankreich und die südlichen Euroländer befürchten, dass ein übermäßiges Sparen den Inlandskonsum drosselt und so den beginnenden Aufschwung gefährdet. Für die Bundesregierung aber haben Exporte Priorität. Wer möglichst viel exportieren will, um auf den Weltmärkten eine machtvolle Spitzenposition zu halten, muss die Produktion verbilligen. Und tatsächlich hat Deutschland in den Jahren 2000 bis 2008 die Reallöhne, während sie in Frankreich jährlich um 0,9 Prozent stiegen, um durchschnittlich 1,4 Prozent gesenkt. Weiteres Sparen soll die deutsche Industrie jetzt gegenüber Rivalen wie China in eine noch stärkere Stellung bringen. Und damit die wirtschaftspolitischen Unterschiede in der Eurozone nicht noch größer werden und die gemeinsame Währung zum Zusammenbruch bringen, müssen nun eben alle EU-Staaten sparen.<br />
Das Bestreben, sich in der Krise ökonomische Vorteile zu verschaffen, bringt inzwischen weitere Überlegungen hervor. So konnte man kürzlich lesen, es sei in Deutschland »verschiedentlich von diktatorischen Befugnissen und Maßnahmen die Rede«; zuweilen sei der »Wunsch nach ‚ein klein wenig Diktatur‘« zu verspüren. Vor allem »Manager und Industrielle« hofften wohl, sich mit einer Entparlamentarisierung politischer Entscheidungen Standortvorteile verschaffen zu können. Dies stand &#8211; in der »Jungen Freiheit«? Nein &#8211; in der »Internationalen Politik«, der führenden Zeitschrift auf dem Gebiet der Außenpolitik in Deutschland. Herfried Münkler, Autor des Artikels und einer der maßgeblichen Politikberater in Berlin, schränkte allerdings ein: »Wenn heute  verschiedentlich von diktatorischen Befugnissen und Maßnahmen die Rede ist, dann zumeist im Sinne dessen, was (Carl, d.A.) Schmitt als kommissarische Diktatur bezeichnet hat« &#8211; also keine dauerhafte, nur eine zeitweise Diktatur. Es gebe allerdings derzeit »kein Verfassungsorgan, das sich auf das Risiko der Einsetzung eines kommissarischen Diktators einlassen will.«<br />
In Zeiten der Krise, so muss man konstatieren, halten sich die deutschen Eliten die Option offen, ihre Interessen mit rassistisch gefärbten Kampagnen und womöglich auch mit »ein klein wenig Diktatur« durchzusetzen.</p>
<p><em>Von Jörg Kronauer</em></p>
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		<title>»Keine rechte CDU«  Querelen beim NPD- Bundesparteitag</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 14:52:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diese Nachricht sollte »die« Botschaft vom NPD-Bundesparteitag sein: NPD und DVU planen die Fusion. Keine vier Tage nach dem Parteitag in Bamberg vom 4. bis 5. Juni kam aber dem NPD-Bundesvorsitzenden Udo Voigt der DVU-Parteichef Matthias Faust als Verhandlungspartner abhanden. Die eigene Partei hat den DVU-Chef ausgeschlossen, er selbst klagte sich wieder ein.
Streitpunkt: Fusion
Sah der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Nachricht sollte »die« Botschaft vom NPD-Bundesparteitag sein: NPD und DVU planen die Fusion. Keine vier Tage nach dem Parteitag in Bamberg vom 4. bis 5. Juni kam aber dem NPD-Bundesvorsitzenden Udo Voigt der DVU-Parteichef Matthias Faust als Verhandlungspartner abhanden. Die eigene Partei hat den DVU-Chef ausgeschlossen, er selbst klagte sich wieder ein.</p>
<p><span id="more-288"></span><strong>Streitpunkt: Fusion</strong></p>
<p>Sah der NPD-Vorsitzende auf der Pressekonferenz in der Konzert- und Kongresshalle vor Parteitagsbeginn diese Entwicklung schon kommen? Anmerken ließ sich Voigt nichts.<br />
Auf der Pressekonferenz erklärten Voigt und Faust indes, dass durch eine Mitgliederbefragung der  Zusammenschluss eingeleitet werde. »Wir haben erkannt«, hob Voigt hervor, »Deutschland braucht eine starke nationale Kraft«.<br />
Im Hegel-Saal der Halle an der Regnitz prangte schon der gewünschte neue Namensvorschlag der Partei: »Die NPD – Die soziale Heimatpartei«. Hier im Saal hinterfragten die rund 300 Delegierten und Gäste aber nicht nur die Namensergänzung.<br />
Als Voigt Faust begrüßte, konnte auf dem Parteitagspodium Thorsten Heise noch verhindern, dass Thomas Wulff laut pfiff. Das NPD-Bundesvorstandsmitglied und Freie Kameradschaftskader zeigte so dann den Daumen nach unten. Großen Applaus bekam Faust nach seiner Betonung »Wir sind dem Traum sehr nahe, eine große gemeinsame Rechte zu verwirklichen« auch nicht. Vehement hakten später die Delegierten nach. Sie wussten, dass gegen Faust ein Ausschlussantrag vorlag. So vehement Voigt betonte: »Die nationalen Wähler wollen endlich die starke ‚Rechtspartei‘ in Deutschland«; so leise hielt er gegen die Kritik. Gleich mehrmals fragten Delegierte nach, wie viele Mitglieder und Schulden die DVU habe. Voigt räumte ein, wenn die NPD die Schulden von 900.000 Euro der DVU übernehmen müsste, dann würde die Fusion nicht erfolgen. Er gestand auch, dass von den angeblichen 6.000 DVU-Mitgliedern die Hälfte Ehrenmitglieder seien und dies nicht einmal alle wissen würden. Die deutliche Frage der NPD-Delegierten, ob Faust denn überhaupt der richtige Verhandlungspartner wäre, wurde beflissen weggeredet.</p>
<p><strong>Reaktion in der DVU</strong></p>
<p>Gänzlich die Entwicklungen in der DVU ignorierend, erklärte Voigt in seinem offiziellen Parteitagsresümee Tage nach Fausts Rauswurf: »Ich rechne mit ihrer Unterstützung bei der Mitgliederbefragung«. Eine Erwartung, die nicht bloß in der NPD verwundern dürfte. Ist doch in der Partei nichts mehr, wie es war, seitdem die DVU-Schiedskommissionsvorsitzende Renate Köhler am 9. Juni verkündete, dass es Faust mit »sofortiger Wirkung« verwehrt sei, als Parteivorsitzender oder als Mitglied der DVU aufzutreten. Mit allen Mittel versuchen Befürworter der Fusion, wie der Bundesvize Ingmar Knop, und die Gegner, wie der niedersächsische Landeschef Hans-Gerd Wichmann, Mehrheiten zu erlangen. Mit seinem Verhalten, so Köhler in dem offiziellen  DVU-Schreiben, hätte Faust »der DVU schweren Schaden zugefügt«. Der Vorwurf: Für die Mitgliederbefragung mit dem Ziel der Vereinigung hätte er keine Vollmacht des Vorstandes gehabt. Zudem hält sie ihm vor, eine »eidesstattliche Erklärung« zu seinen Vermögensverhältnissen abgegeben zu haben. Laut Satzung der DVU ist das ein Ausschlussgrund.<br />
Gegen den Beschluss zog Faust vor Gericht. Mit Erfolg: Das Landgericht München I entschied, dass Faust eidesstattliche Versicherung über seine Finanzen »nicht zwangsweise einen vorsätzlichen Verstoß gegen die Satzung« darstelle. Der Passus in der Satzung selbst, betonten sie, sei rechtswidrig.</p>
<p><strong>Streitpunkt: Programm</strong></p>
<p>Auf dem Parteitag stritten die Delegierten aber nicht bloß über die Fusion. Bei der Vorstellung der Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten tratenalte Macht- und Richtungsstreite auf. Dabei zeigt sich die immanente Spannung einer »nationalen Partei« dieses Typus – zwischen bemüht bürgernah und moderat sowie kämpferisch und radikal. Stolz erklärte Voigt, dass der Barde Frank Rennicke ihr Kandidat sei; mürrisch betonte Wulff, dass auch Erich Priebke viele Stimmen erhalten hätte – ein verurteilter NS-Kriegsverbrecher. In der Programmdebatte brach nicht minder die Ambivalenz auf. In Bamberg wollte sich die NPD endlich ein neues Programm geben. 2008 sollte dies schon in der fränkischen Stadt geschehen. (s. <strong>DRR</strong> Nr. 123)<br />
Drei Programmentwürfe lagen vor, einer vom Bundesvorstand, einer des Kreisverbands Eichsfeld und einer vom Landesverband Mecklenburg-Vorpommern. Keiner aus Sachsen, obwohl der Landesverband nach dem letzten Parteitag ein eigenes Strategiepapier »Der sächsische Weg« veröffentlichte. Peter Marx, Pressesprecher der Fraktion in Schwerin, erklärte unlängst, dass der Vorstand aus Berlin und die Fraktion in Dresden sich doch wieder beide für einen »moderaten« und »modernen« Kurs stark machen würden. Von einer »seriösen Radikalität« spricht Voigt, nicht ohne zu betonen, dass das »System BRD« abgewickelt gehört. Unausgesprochen blieb bei Marx, was schon der Programmentwurf aus Mecklenburg-Vorpommern widerspiegelte. Der Verband um Pastörs kann noch immer nicht mit dem Bundesparteivorstand. Im Hegel-Saal traten auch nur Voigt und Apfel bemüht einheitlich auf und unterstützen sich bei den Diskussionen. Lange wurde debattiert, welcher Entwurf die Diskussionsbasis sein sollte. »Ich will keine rechte CDU werden«  schimpfte ein Redner aus Mecklenburg-Vorpommern. Unter Applaus betonte er, die NPD sei keine normale Partei. Nur knapp bekam der Bundesvorstand seinen Entwurf durch. In den Aussagen unterscheiden sich die Entwürfe allerdings kaum. Der Tonfall ist hier eher das Trennende. Im Entwurf aus Eichsfeld, wesentlich getragen von Heise und Wulff, wird betont: »Der Staat ist der organisierte Wille des Volkes. Seine Aufgaben sind (&#8230;) fremde Kulturen abzuwehren (… und das) deutsche Volk (&#8230;) biologisch zu erhalten«. Im Entwurf des Vorstands wird indes hervorgehoben:  »Volksherrschaft setzt Volksgemeinschaft voraus (&#8230;) Deutschland muss das Land der Deutschen bleiben (&#8230;) für Fremde darf es (&#8230;) nur eine Rückkehrpflicht in ihre Heimat« geben. Die Nuance des Tonfalls betonte Voigt, was Wulff verstimmte. Der Entwurf um Heise und Wulff offenbarte aber auch: mit »denen« um Pastörs können sie trotz Kritik an Voigt auch nicht. »Wir müssen uns nicht neu erfinden«, erklärte Uwe Meenen, Leiter der Programmkommission indes. Viel Neues findet sich auch nicht in dem beschlossenen Parteiprogramm. Stattdessen geht es, wie in allen Entwürfen, um die Ablehnungen einer  »multikulturellen Gesellschaft«, der »Schuldkultur« und den bestehenden Grenzen. Lange stritt die NPD beim Vorstandsantrag darüber, den Namen um »Die soziale Heimatpartei« zu ergänzen. Der Verband Mecklenburg-Vorpommern wollte den Zusatz: »Für Familie, Volk und Heimat«. Ein Delegierter fand dies nicht glücklich, denn das erinnere an »ein Volk, ein Reich, ein Führer«. Die Debatte wurde vertagt. Bei der Mitgliederbefragung kann aber auch gleich mit angegeben werden, ob man bei »einer Vereinigung einen neuen Namen für sinnvoll« hält. Ob die Befragung bei der DVU überhaupt noch laufen wird, dürfte unklar sein. Vielleicht treten die<br />
NPD-Freunde der DVU auch einfach bloß über.</p>
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		<title>»Belus« heißt »der weiße Gott«  NS-Black-Metal-Ikone meldet sich zurück</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 14:51:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Frühjahr 2010 erschien das neue Album der norwegischen Black-Metal-Band »Burzum«. International wurde es in der Metal-Szene gefeiert, nur in Deutschland schwiegen die großen Szene-Magazine. Der Mann hinter der Band, Varg Vikernes, ist eine Ikone des NS-Black-Metal.
Ein Jahr nach seiner Haftentlassung kam das neue Album des Norwegers Varg Vikernes und dessen Band »Burzum« auf den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Frühjahr 2010 erschien das neue Album der norwegischen Black-Metal-Band »Burzum«. International wurde es in der Metal-Szene gefeiert, nur in Deutschland schwiegen die großen Szene-Magazine. Der Mann hinter der Band, Varg Vikernes, ist eine Ikone des NS-Black-Metal.</p>
<p><span id="more-292"></span>Ein Jahr nach seiner Haftentlassung kam das neue Album des Norwegers Varg Vikernes und dessen Band »Burzum« auf den Markt. Seit 1993 hatte er im Gefängnis gesessen, wegen Mord, Brandstiftungen an Kirchen und weiteren Delikten. Aus dem Gefängnis wurde er aufgrund seiner neonazistischen Äußerungen Mitte der 1990er Jahre zum Initiator und zur Inspiration des »National Socialist Black Metal« (NSBM). Bereits im Vorfeld sorgte seine neue Platte »Belus« für Diskussionen – anfangs hatte Vikernes ihm den Arbeitstitel »Baldurs Tilbakekomst« (Die Rückkehr<br />
von Balder) gegeben, um diesen bald darauf in »Den Hvite Guden« (Der weiße Gott) zu ändern. Vor dem Hintergrund seiner früheren neonazistischen Aktivitäten begannen in der Szene Gerüchte<br />
zu kursieren. Auf der Seite seiner Band »Burzum« gab sich Vikernes überrascht über den Aufruhr. Für ihn beziehe sich der Titel nur auf den nordischen Gott des Lichtes, Balder, den Sohn Odins und Freyjas. Letztendlich wählte er dann aber doch einen neuen Titel: »Belus« – strahlend weiß. Das<br />
habe die gleiche Bedeutung wie »Den Hvite Guden«, so Vikernes, nur sei der Titel weniger angreifbar. Und außerdem sei es doch »nur ein Name«, ein politisches Statement verberge sich nicht dahinter.</p>
<p><strong>Ausflüchte</strong></p>
<p>Dass Vikernes zum Initiator des »National Socialist Black Metal« (NSBM) wurde, liegt weniger an seiner Musik, als vielmehr an seinen Aussagen, die diese in einen neonazistischen Kontext rücken. In seinem Buch »Vargsmal«, das auch auf der »Burzum«-Homepage abrufbar ist, wimmelt es von antisemitischen Äußerungen. » Haben wir wirklich Interesse das Kanonenfutter und der Köder der Juden zu sein«, fragt er dort. » Sie haben schon immer wie Parasiten auf Kosten von anderen und in<br />
deren Nationen gelebt. Wenn dann die Leute versuchten, sie los zu werden, wie es Deutschland durch Deportationen in den Osten getan hat, dann wehrten sich diese Parasiten. Das Problem mit diesen Parasiten, den Juden, ist, dass sie beabsichtigen, meine Leute als Vorhut ihrer Sache willen zu benutzen, als Kanonenfutter und Köder«.<br />
Ein Journalist des US-amerikanischen Metal-Magazins »Decibel« sprach Vikernes in einem Interview flankierend zum neuen Album auch auf dessen offensichtliche Ansichten über Juden an<br />
und ob oder wie sich diese durch seinen Gefängnisaufenthalt verändert haben. Doch der Norweger weiß um solche Fragen: »Haha. Ihr hättet es gerne, dass ich auf diese Frage antworte. Stimmt‘s? Da sehe ich eine Fallgrube vor mir, gefüllt mit giftigen Dornen und Schlangen. Also umgehe ich diese vorsichtig &#8230;«, weicht Vikernes offen bekennend aus.</p>
<p><strong>Extrem Rechts</strong></p>
<p>Vikernes‘ Einstellungen haben sich durch seinen Gefängnisaufenthalt nicht verändert, die Haftzeit hat ihn nur in seinen Überzeugungen bestärkt. In verschiedenen Interviews prahlt er gar mit seinen Ansichten und Verurteilungen. Gegenüber der norwegische Tageszeitung »Dagbladet« bejahte er kurz nach seiner Entlassung die Frage, ob er noch immer Rassist sei, um hinzuzufügen, dass er aber niemanden hasse. Hass sei irrational und er sei Rationalist. »Ja, ich bin ein Rassist und stolz darauf. Es ist nichts Negatives, ein Rassist zu sein, es ist etwas Natürliches. Rassismus ist nicht der Hass gegen andere Rassen, es bedeutet, die eigene Rasse über andere Rassen oder deine Leute über andere Leute zu stellen«, erklärt der Norweger Vikernes auch in einem Artikel auf der »Burzum«-Website. An Politik habe er indes, wie er gegenüber dem britischen Metal-Magazin »Terrorizer« erzählte, kein Interesse mehr. Allerdings wähle er noch immer extrem rechte Parteien, nach dem Motto »je weiter rechts, desto besser«.</p>
<p><strong>Der »Nazi-Geist«</strong></p>
<p>Vikernes sieht sich, wie er im Artikel »The Nazi Ghost« auf seiner Website ausführt, nicht »als Neonazi«, »sondern als Odalist«. Dieser von ihm neu erfundene Begriff des Odalismus stehe für »alles Positive der anderen -ismen, die ich jemals benutzt habe«, erklärt er. In ihm stecke »Paganismus, traditioneller Nationalismus, Rassismus und Umweltschutz.«<br />
Der Neologismus sei nicht nur »viel genauer«, sondern auch viel allumfassender und könne »von allen Europäern (und meinetwegen auch anderen)« benutzt werden. Der Vorteil dieses neuen Begriffs bestehe darin, dass er nicht historisch vorbelastet sei: »Wenn wir eine positive Beziehung zu unserem Heimatland haben, zu unserem Blut, unserer Rasse, unserer Religion und unserer Kultur, dann werden wir diese nicht durch die moderne ‚Zivilisation‘ zerstören (die da wären: Kapitalismus, Materialismus, die jüdisch-christliche Religion, Umweltverschmutzung, Verstädterung, Rassenvermischung, Amerikanisierung, Sozialismus, Globalisierung, und so weiter)«. Vor allem aber solle der Begriff den »Nazi-Geist« verbannen, der »über 60 Jahre dafür gesorgt« habe, »dass Millionen von Europäern Angst davor haben, sich um ihr Blut und ihr Heimatland zu kümmern. Es wird Zeit, dass wir diesen Geist verbannen, wieder anfangen zu denken und uns um die Dinge zu kümmern, die wichtig für uns sind. Ob wir es nun mögen<br />
oder nicht«, schreibt der Norweger.</p>
<p><strong>Nicht geläutert</strong></p>
<p>17 Jahre im Gefängnis haben Vikernes nicht geläutert. Wie früher schon versteht er es, offen neonazistische Botschaften in der Musik zu vermeiden. Doch vor dem Hintergrund seines Weltbilds sind die vom Neuheidentum inspirierten Texte wie ehedem als Ideen eines weißen, nordischen Rassisten zu verstehen. Und während seine Fans in Deutschland das in der Regel offensiv leugnen, macht ihre Ikone in Interviews kein Geheimnis daraus, Rassist zu sein.</p>
<p><em>Von John Postma (Alert!)</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ausgabe 125</title>
		<link>http://www.der-rechte-rand.de/?p=270</link>
		<comments>http://www.der-rechte-rand.de/?p=270#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 14:50:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[125]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>

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		<description><![CDATA[Editorial Nr. 125

Vom Wunsch nach Diktatur

Keine rechte CDU

»Belus« heißt »der weiße Gott«]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.der-rechte-rand.de/wp-content/uploads/DRR125-Cover.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-271" title="DRR125-Cover" src="http://www.der-rechte-rand.de/wp-content/uploads/DRR125-Cover.jpg" alt="DRR125-Cover" width="291" height="414" /></a></p>
<h2>Editorial Nr. 125</h2>
<p><a href="http://www.der-rechte-rand.de/?p=275">lesen</a></p>
<h2>Vom Wunsch nach Diktatur</h2>
<p>Autoritäre Bilder in der aktuellen Debatte um die Wirtschaftskrise</p>
<p>Unter dem Druck der Krise werden in der Mitte der deutschen Gesellschaft rassistisch gefärbte Kampagnen und Gedanken über Diktatur wieder opportun.<br />
<a href="http://www.der-rechte-rand.de/?p=282">lesen</a><br />
Von Jörg Kronauer</p>
<h2>»Keine rechte CDU«</h2>
<h2>Querelen beim NPD- Bundesparteitag</h2>
<p>Diese Nachricht sollte »die« Botschaft vom NPD-Bundesparteitag sein: NPD und<br />
DVU planen die Fusion. Keine vier Tage nach dem Parteitag in Bamberg vom 4. bis 5.<br />
Juni kam aber dem NPD-Bundesvorsitzenden Udo Voigt der DVU-Parteichef Matthias<br />
Faust als Verhandlungspartner abhanden. Die eigene Partei hat den DVU-Chef<br />
ausgeschlossen, er selbst klagte sich wieder ein.<br />
<a href="http://www.der-rechte-rand.de/?p=288">lesen</a><br />
Von Andreas Speit</p>
<h2>»Belus« heißt »der weiße Gott«</h2>
<h2>NS-Black-Metal-Ikone meldet sich zurück</h2>
<p>Im Frühjahr 2010 erschien das neue Album der norwegischen Black-Metal-Band<br />
»Burzum«. International wurde es in der Metal-Szene gefeiert, nur in Deutschland<br />
schwiegen die großen Szene-Magazine. Der Mann hinter der Band, Varg Vikernes, ist<br />
eine Ikone des NS-Black-Metal.<br />
<a href="http://www.der-rechte-rand.de/?p=292">lesen</a><br />
Von John Postma (Alert!)</p>
<p><span id="more-270"></span><strong>Vom Wunsch nach Diktatur</strong><br />
<strong>Autoritäre Bilder in der aktuellen Debatte um die Wirtschaftskrise</strong><br />
Von Jörg Kronauer</p>
<p><strong>»Keine rechte CDU«<br />
Querelen beim NPD- Bundesparteitag</strong><br />
Von Andreas Speit</p>
<p><strong>»Zuerst! – Das Allerletzte!«<br />
Inhalt und Protest </strong><br />
Von Andreas Speit</p>
<p><strong>Es geht weiter<br />
Neonazis kaufen weiterhin Großimmobilien</strong><br />
Von Andrea Röpke</p>
<p><strong>Nazis am See<br />
»3. JN-Sachsentag« </strong><br />
Von Peter Conrady</p>
<p><strong>Desaströser »Nationaler Thüringentag«<br />
Neunter »Thüringentag der nationalen Jugend«</strong><br />
Von Eike Schöller</p>
<p><strong>Rechte Medienoffensive<br />
»Graswurzelarbeit« von Rechts</strong><br />
Von Hannah Weißdorn</p>
<p><strong>Eskalationen an der Waterkant<br />
Gezielte neonazistische Angriffe in Kiel</strong><br />
Von Matthias Gerber</p>
<p><strong>Rechtes Tagungshotel<br />
»Tage deutscher Gemeinschaft« im Neonazi-Treffpunkt im Südharz</strong><br />
Von Roland Meixelsberger und Kai Budler</p>
<p><strong>50 Jahre und kein bisschen Weiser<br />
Die »Gesellschaft für freie Publizistik« jubiliert</strong><br />
Von Martina Renner</p>
<p><strong>50 Jahre für »wahrhaftige Geschichtsbetrachtung«<br />
Gründung und Entwicklung der »Gesellschaft für freie Publizistik«</strong><br />
Von Ulli Jentsch (apabiz)</p>
<p><strong>Gewagt?<br />
Die Auszeichnung der »Gesellschaft für freie Publizistik« und Huttenpreisträger</strong><br />
Von Jan Karsten Scholz und Patrick Schwarz</p>
<p><strong>Braune Kontinuität<br />
Die Kongresse der » Gesellschaft für freie Publizistik« und Kongress-Themen</strong><br />
Von Ernst Kovahl</p>
<p><strong>»Belus« heißt »der weiße Gott«<br />
NS-Black-Metal-Ikone meldet sich zurück &#8211; Burzum </strong><br />
Von John Postma (Alert!)</p>
<p><strong>Resozialisation gescheitert<br />
Die Rückkehr des »Satansmörders« &#8211; Hendrik Möbus</strong><br />
Von Rene Hoffmann</p>
<p><strong>NS-Black Metal in den Bergen<br />
Porträt des Clubs »Gleis 3«</strong><br />
Von Carsten Spielvogel</p>
<p><strong>Alle Jahre wieder…<br />
Rechte beim »Wave-Gotik-Treffen«</strong><br />
Von Sandra Herold</p>
<p><strong>Spaltung vermieden<br />
Burschentreffen Eisenach 2010</strong><br />
Von Felix Krebs</p>
<p><strong>»Kampf gegen die Ostküstenleute«<br />
61. Sudetendeutscher Tag in Augsburg</strong><br />
Von Robert Andreasch</p>
<p><strong>Wiedervereinigung?<br />
Schulterschluss von Republikanern und »Pro NRW«</strong><br />
Von Ernst Kovahl</p>
<p><strong>The Times they are changing<br />
Übergriffe auf jüdische Einrichtungen und KZ-Gedenkstätten</strong><br />
Von Ulrike Jensen</p>
<p><strong>Aufstand der weißen Mittelschicht<br />
Die »Tea Party«-Bewegung in den USA</strong><br />
Von Devin Burghart und Leonard Zeskind (»Institute for Research &amp; Education on Human Rights” &amp; Antifa-Net)</p>
<p><strong>Neonaziparteien legen leicht zu<br />
Ähnlich Ergebnisse bei den Parlamentswahlen in Tschechien und der Slowakei</strong><br />
Von Karl Kirschbaum</p>
<p><strong>Wilders vor Regierungsbeteiligung?<br />
In den Niederlanden gewinnen die Rechtspopulisten dazu</strong><br />
Von Jeroen Boch (alert!)</p>
<p><strong>»Konservative Revolution«<br />
Ungarns Regierung formiert ihren paranoiden Wahn</strong><br />
Von Janosz Malterik</p>
<p><strong>Rezensionen</strong></p>
<div class="seitzeichen" style="margin: 30px 0 0 0; clear: both;"><script type="text/javascript">szu='http%3A%2F%2Fwww.der-rechte-rand.de%2F%3Fp%3D270'; szt='Ausgabe+125';</script><script type="text/javascript" src="http://w3.seitzeichen.de/w/6b/50/widget_6b5037a5edee13cec205cb3c8f60c450.js"></script></div>]]></content:encoded>
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		<title>Editorial Nr. 125</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 14:50:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[»Allein im Sport findet unsere Nation unverkrampft zu sich selbst«, befand die neurechte Wochenzeitung »Junge Freiheit« (JF) während der Fußballweltmeisterschaft 2010. »Patriotismus« sei in Deutschland aber noch immer ein »verdrängte Gefühl«, klagt die Redaktion des Braunzonen-Blättchens. Eine seltsame Beobachtung angesichts des schwarz-rot-goldenen Fahnenmeeres und des Party-Patriotismus. Begeistert berichtete dagegen »Bild« und korrigierte so die JF: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>»Allein im Sport findet unsere Nation unverkrampft zu sich selbst«, befand die neurechte Wochenzeitung »Junge Freiheit« (JF) während der Fußballweltmeisterschaft 2010. »Patriotismus« sei in Deutschland aber noch immer ein »verdrängte Gefühl«, klagt die Redaktion des Braunzonen-Blättchens. Eine seltsame Beobachtung angesichts des schwarz-rot-goldenen Fahnenmeeres und des Party-Patriotismus. Begeistert berichtete dagegen »Bild« und korrigierte so die JF: »Schwarz, Rot, Gold, wohin das Auge schaut! Ob als Fahne, Wimpel am Auto, Schminke auf der Wange oder Perücke. Die deutschen Nationalfarben haben zur WM wieder Hochkonjunktur«. Die Nürnberger »Gesellschaft für Konsumforschung« erwartet von der aktuellen Liebe zum Nationalsymbol<br />
gar ein »kleines Konjunkturprogramm«. Da will auch Mike Mohring, Fraktionsvorsitzender der CDU im Thüringer Landtag, nicht hinten anstehen und zog sich zur Plenarsitzung im Juni eine Krawatte in den Deutschlandfarben an. Kritik der Opposition wischte er beiseite und rechtfertige anschließend im Gespräch mit der JF seine Kleidung. Bereits im Januar 2010 hatte er der Zeitung ein Interview gegeben und mehr »Nationalstolz« eingefordert. Der Pressesprecher der Fraktion, Karl-Eckhard Hahn, wies die Kritik am Gespräch seines Chefs mit der rechten Zeitung ebenfalls zurück, er beantworte »alle Anfragen von Medien (&#8230;), die nicht verfassungsfeindlich« seien.<br />
Auch die Debatte um »Extremismus« schweißt die »Neue Rechte« mit Teilen der CDU/CSU zusammen. Zwar wurden selbst vom Verfassungsschutz für das Jahr 2009 weniger als halb so viele Fälle von »Politisch motivierter Kriminalität links« (9.375) registriert, wie »Politisch motivierte Kriminalität rechts« (19.468) – doch in der medialen und politischen Debatte tut das offenbar nichts zur Sache. Die neue Bedrohung komme von links, war nach der öffentlichen Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes für 2009 zu lesen und zu hören. Gemäß der unhaltbaren Extremismustheorie werden »Links« und »Rechts« in einen Topf geworfen. Ein Höhepunkt dieser Debatte war eine Tagung des brandenburgischen Verfassungsschutzes mit dem Titel »Schwarze Blöcke rechts und links &#8211; Autonome Extremisten auf Gewaltkurs«. Brandenburg liegt – nur am<br />
Rande erwähnt – bei Gewalt- und Straftaten der Neonazi-Szene prozentual bundesweit auf dem ersten Rang. Vermeintlich »linksextreme« Straf- und Gewalttaten kommen dort fast nicht vor.<br />
Derweil derartige Debatten vom Verfassungsschutz, manchen Innenministerien und PolitikwissenschaftlerInnen losgetreten beziehungsweise befeuert werden, versucht die extreme Rechte ihre politischen Positionen,  Rekrutierungsfähigkeit und Infrastruktur auszubauen – da verabschiedete die NPD ein neues Parteiprogramm, werden zum wiederholten Male »Sommerfeste« durchgeführt und von Seiten der »Gesellschaft für freie<br />
Publizistik« bei ihrem Jubiläumskongress zum 50-jährigen Bestehen ein junger Kader in den Vorstand gewählt, um der Organisation zur Reputation bei jüngeren »Kameraden « zu verhelfen. Diese steht im Übrigen in dieser Ausgabe des DER RECHTE RAND auch im Mittelpunkt des Interesses. In der Öffentlichkeit ist die  »Gesellschaft« kaum bekannt, für das (extrem) rechte Spektrum hingegen ist sie von zentraler Bedeutung – dort<br />
treffen sich deren Meinungsmacher: Journalisten, Publizisten, Verleger. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, wie diese Vereinigung aktuell aufgestellt ist, wie sie sich entwickelt hat, über welche Themen dort gesprochen werden und wen sie alljährlich für besondere »Leistungen« mit einer der wenigen »Auszeichnungen« des Spektrums »ehrt«. Mit diesen und vielen anderen Themen geht DERRECHTERAND am Anbeginn des  »Siebenschläfers« und dessen Verheißung auf sieben Wochen schönes Wetter in die Sommerpause. Wer für den Urlaub noch Lesestoff jenseits dieser Ausgabe sucht, wird wie eh und je bei den Rezensionen fündig …</p>
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		<title>Abgestürzt</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 13:16:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die BNP scheitert bei den Wahlen
Die »British National Party« (BNP), Britanniens bedeutendste faschistische Partei, ist auf spektakuläre Weise sowohl bei den kommunalen als auch den landesweiten Wahlen am 6. Mai 2010 abgestürzt. Sie hat die selbst gesteckten Ziele verfehlt und ihre wichtigsten Sitze verloren.

Mit großen Hoffnungen hat die »British National Party« (BNP) ihren Wahlkampf geführt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die BNP scheitert bei den Wahlen</strong><br />
Die »British National Party« (BNP), Britanniens bedeutendste faschistische Partei, ist auf spektakuläre Weise sowohl bei den kommunalen als auch den landesweiten Wahlen am 6. Mai 2010 abgestürzt. Sie hat die selbst gesteckten Ziele verfehlt und ihre wichtigsten Sitze verloren.</p>
<p><span id="more-265"></span></p>
<p>Mit großen Hoffnungen hat die »British National Party« (BNP) ihren Wahlkampf geführt. Die Parteiführung glaubte, dass sie realistische Aussichten hätte, zwei Parlamentssitze bei den Wahlen zum britischen Unterhaus am 6. Mai 2010 gewinnen zu können – im Wahlbezirk Stoke Central in den Midlands und in Barking im Osten Londons. Siegesgewiss stellte die BNP insgesamt 339 Kandidaten für die landesweite Wahl auf, mehr als jede andere extrem rechte Partei in der Geschichte Britanniens zuvor. Selbstsicher war sie auch in Bezug auf die Kommunalwahlen am selben Tag. Die BNP baute darauf, die Kontrolle im Gemeinderat von Barking und Dagenham – und deren Budget von rund £ 200 Millionen – übernehmen zu können und die größte Partei in Stokeon- Trent in den Midlands zu werden.</p>
<p>Doch stattdessen erlebte die Partei einen niederschmetternden Schlag: Sie verlor alle ihre 12 Ratsmitglieder in ihren Hochburgen. Der Parteivorsitzende Nick Griffi n erfuhr eine ähnliche Niederlage bei der Unterhauswahl, für die er sich als Kandidat für Barking hatte aufstellen lassen. Im irrigen Glauben, dass die Partei nur dort einen Sitz gewinnen könnte, wurden alle Ressourcen in den Wahlkampf vor Ort gesteckt. Doch er verlor dramatisch und erreichte im Durchschnitt weniger als die Partei bei den Wahlen 2005 erreicht hatte. Seine Kontrahentin von der Labour Party, Margaret Hodge, siegte komfortabel. Griffi n konnte seine Wut über den Misserfolg kaum noch unter Kontrolle halten. Barking, ließ er verlauten, sei für die (weißen) Briten »erledigt«.</p>
<p>Auch landesweit war das Auftreten der BNP bei den Kommunalwahlen trostlos. Wenn man auch diejenigen berücksichtigt, die vor der Wahl ihre Kandidatur aufgegeben haben oder gar nicht erst angetreten sind, hat die BNP 30 kommunale Mandate verloren – etwas mehr als die Hälfte ihrer gewählten VertreterInnen. Die Höhepunkte dieses Debakels sind die Verluste von jeweils zwei kommunalen Mandaten in Sandwell in den westlichen Midlands, in Kirklees, Yorkshire und in Burnley in Nordwesten und die Niederlage von Chris Beverley, der gute Kontakte zur NPD hat. Er verlor seinen Sitz in Leeds.<br />
Die Ausradierung der BNP in Barking und Dagenham wurde begleitet von einem ähnlich schlechten Abschneiden in Stoke-on-Trent, das noch vor nicht allzu langer Zeit von der Partei als ihr »Kronjuwel« bezeichnet wurde und nun zu einem Symbol des Scheiterns wurde. Hoffend, ihren Einfl uss in der Stadt zu konsolidieren, musste die BNP einen harten Schlag im Wahlkampf hinnehmen, als sich der BNP-Führer Alby Walker zurückzog. Er und seine Frau hatten viel getan, um der Partei ein glaubhaftes Image in der Stadt zu geben. Walker hat sich nach der Abspaltung von der BNP eigenständig um einen Sitz als Parlamentsmitglied beworben und trat damit in Konkurrenz zum stellvertretenden BNP-Vorsitzenden Simon Darby, der darauf spekulierte, der Labour-Partei den Sitz streitig machen zu können – und doch nur auf dem vierten Platz landete.<br />
Ironischerweise stieg die Zahl aller für die BNP abgegebenen Stimmen im Vergleich zur landesweiten Wahl 2005 von 192.746 auf 563.743 im Jahr 2010, allerdings hatte sich die Partei 2005 auch nur um 117 Sitze bemüht und nun um deren 339. Die Gewinne der BNP wurden dadurch neutralisiert, dass mehr Menschen zur Wahl gingen und für eine demokratische Alternative stimmten.<br />
Die Kampagne »Hope Not Hate«, die das antifaschistische britische Magazin »Searchlight« initiiert hatte und anführte, spielte eine zentrale Rolle bei der Kampagne gegen die BNP. Um effektiver gegen die Faschisten agitieren zu können, eröffneten wir im Herzen von Barking und Dagenham ein großes Büro. Unsere Graswurzelkampagne bezog Hunderte von Menschen in den Kampf gegen die extreme Rechte ein, von denen viele noch nie zuvor politisch aktiv gewesen waren. Veröffentlichungen wie unser 12-seitiges Heft für weibliche Wählerinnen – mit einer Auflage von 800.000 Exemplaren – halfen die breitest mögliche Unterstützung zu mobilisieren. Neben dieser von kommunalen Organisatoren durchgeführten Arbeit verteilte unsere Kampagne allein in Barking und Dagenham mehr als 350.000 Anti-BNP-Schriften. An einem besonders erfolgreichen Aktionstag unterstützten uns 541 Menschen, um 91.000 Zeitungen im Stadtbezirk an einem Morgen zu verteilen. Ähnliche Initiativen gab es in ganz Britannien, um in den für die BNP wichtigen Stadteilen und Wahlbezirken gegen sie vorgehen zu können. Das Ergebnis war eine starke Zunahme der Wahlbeteiligung, da die WählerInnen<br />
in großer Zahl zu den Urnen gingen, um ihre Ablehnung der Politik der extremen Rechten auszudrücken. Griffi n wird sich jetzt innerparteilich auf eine harte Auseinandersetzung gefasst machen müssen in Anbetracht dieses schweren Schlags unter seiner Führung.<br />
Doch auch wenn die BNP nach der Wahl am Boden liegt, ist sie immer noch da. Sie hat zwei Sitze im »Europäischen Parlament« (EP), die Griffi n als Geldautomat betrachtet. Zu seinem Gehalt als Mitgliedes dieses Parlaments von £ 82.000 macht er zusätzlich noch £ 200.000 Aufwandsentschädigung geltend – und dies in weniger als einem Jahr, in dem er seine Nase nun schon in diesem »Futtertrog« hat.<br />
Das gesamte Auftreten der BNP bei den Wahlen war glücklicherweise mehr als eine Farce. Es gelang ihr nicht, Kapital aus dem Umstand zu schlagen, dass kein anderer landesweiter Wahlkampf nach 1945 in einer derart rassistisch vergifteten Atmosphäre stattfand. Die ganze Medien – »The Mirror« und die sehr kleine kommunistische Tageszeitung »Morning Star« ausgenommen – haben in jeder Berichterstattung über die Wahl das Thema Immigration aufgegriffen. Im Gegensatz dazu, dass Rassisten stets behaupten, dies sei ein »Tabuthema«, haben die WählerInnen kaum etwas anderes gehört, einschließlich der Lügen über ganze Communities, insbesondere über Muslime und Polen.<br />
Doch anstatt dass die Führer der großen Parteien sich gegen den rassistischen Blödsinn stellten, der von der Medien und der BNP kam, versuchten sie entweder auf den Karren aufzuspringen oder schwiegen einfach. Dass die BNP unfähig war, von alledem zu profitieren, geht gänzlich auf die Kampagne »Hope Note Hate« zurück, die von »Searchlight«-Recherchen und den Gewerkschaften, die der Kampagne besondere Rückendeckung gab, getragen wurde.<br />
Wenn jemals eine auf hohe Präsenz und Intensität setzende informationsgestützte massenhafte antifaschistische Basis- Kampagne ihre Richtigkeit erweisen konnte, dann war diese Wahl die Gelegenheit dazu.</p>
<p>Weitere Hintergrundinfos unter: <a href="http://www.hopenothate.org.uk">www.hopenothate.org.uk</a></p>
<p><em>Von David Williams (»Searchlight Magazin«)</em></p>
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		<title>Vor rechtem Publikum</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 13:14:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Barbara Rosenkranz in Deutschland
»Die niederösterreichische Politikerin Barbara Rosenkranz bestand auf ihre Titulierung als ›Landesrat‹ für Baurecht und Tierschutz, statt einer femininen Anpassung der Amtsbezeichnung zur Landesrätin«, hält der Bericht über einen »Burschenschaftlichen Abend« bei der Erlangener »Frankonia« fest.

Die 51-jährige Mandatsträgerin der »Freiheitlichen Partei Österreichs« (FPÖ) hatte am 27. November 2009 bei ihnen über das Thema [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Barbara Rosenkranz in Deutschland</strong><br />
»Die niederösterreichische Politikerin Barbara Rosenkranz bestand auf ihre Titulierung als ›Landesrat‹ für Baurecht und Tierschutz, statt einer femininen Anpassung der Amtsbezeichnung zur Landesrätin«, hält der Bericht über einen »Burschenschaftlichen Abend« bei der Erlangener »Frankonia« fest.<br />
<span id="more-263"></span></p>
<p>Die 51-jährige Mandatsträgerin der »Freiheitlichen Partei Österreichs« (FPÖ) hatte am 27. November 2009 bei ihnen über das Thema ihres im Jahr zuvor veröffentlichten Buches referiert, das den bezeichnenden Titel trägt: »MenschInnen – Gender mainstreaming. Auf dem Weg zum geschlechtslosen Menschen«. Nicht nur dort ist Mann für ihre Thesen offen – Rosenkranz war am 27. Oktober 2009 bereits bei der »Berliner Burschenschaft der Märker« vorstellig geworden und jüngst, in der Ausgabe 1/2010 der »Burschenschaftlichen Blätter«, durfte<br />
die FPÖ-Kandidatin der diesjährigen österreichischen Bundespräsidentenwahl gar den Aufmacher zum Heftschwerpunkt »Erzwungene Gleichstellung: Gender Mainstreaming« verfassen. Zwar erhielt sie bei der Wahl nur 15,2 anstatt der erhofften 35 Prozent, doch ihrer Popularität unter den Männerbünden wird das kaum schaden. Erneut darf sie in deren Reihen, zunächst am 26. Mai 2010 bei der Marburger »Burschenschaft Rheinfranken«, vortragen.<br />
Für Rosenkranz ist »Gender Mainstreaming« (GM) eine »totalitäre linke Ideologie«, die nicht für Gleichberechtigung stehe, erläuterte sie am 26. Februar 2010 in der neurechten Wochenzeitung »Junge Freiheit«, denn das setze voraus, »daß es Mann und Frau gibt. Bei GM dagegen geht es darum: Mann und Frau sollen abgeschafft werden!« Gespeist würden dieser »direkte Angriff auf die Identität des Menschen« aus dem Marxismus, der »traditionelle Geschlechterrollen« ablehne, vermeint Rosenkranz zu wissen. Offen hätten schon Marx und Engels die »Familie zum Feindbild« erklärt, schreibt<br />
sie in der Zeitschrift der »Deutschen Burschenschaft«. Spätestens hier wird sie sich wohl auch persönlich in ihren Kernfesten bedroht sehen – Barbara Rosenkranz ist Familienmensch. Verheiratet ist sie mit Horst Rosenkranz, einst Funktionär der 1988 wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung verbotenen »Nationaldemokratischen Partei«. Gemeinsam haben sie zehn Kinder, entsprechend verteidigt sie ihre Rolle, wenn ihr Weltbild bedroht scheint: »Jede Hure [fi ndet] öffentliches Interesse, jeder Transvestitenrummel eine wohlwollende Berichterstattung, die mütterliche Frau dagegen – wenn überhaupt wahrgenommen – wird als Beispiel eines veralteten Rollenbildes allenfalls belächelt«, klagte sie auf einer Sonnwendfeier der extrem rechten »Österreichischen Landsmannschaft« im Juni 2008. Und um Beistand heischend beging sie ihren Vortrag in Erlangen mit einem Appell, wie der Berichtschreiber fest hielt: »Wir haben nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, dieser Ideologie entgegen zu treten.«</p>
<p><em>Von Karl Jonas</em></p>
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		<title>»Seriöse Radikalität«</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 13:12:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[124]]></category>

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		<description><![CDATA[Bundesparteitag der NPD in Bamberg
Kein Krach begleitet bisher die Vorbereitungen für den Bundesparteitag, den die NPD vom 4. bis 5 Juni 2010 in Bamberg
abhalten will. Der NPD-Bundesvorsitzende Udo Voigt scheint die Partei beruhigt zu haben, wird er doch auch nicht müde
zu betonen: »Die NPD muss sich als Teil der nationalen Bewegung verstehen, in der parteigebundene [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bundesparteitag der NPD in Bamberg</strong><br />
Kein Krach begleitet bisher die Vorbereitungen für den Bundesparteitag, den die NPD vom 4. bis 5 Juni 2010 in Bamberg<br />
abhalten will. Der NPD-Bundesvorsitzende Udo Voigt scheint die Partei beruhigt zu haben, wird er doch auch nicht müde<br />
zu betonen: »Die NPD muss sich als Teil der nationalen Bewegung verstehen, in der parteigebundene und ungebundene<br />
Kräfte ihren Platz haben.«<br />
<span id="more-261"></span><br />
Die Delegierten sollen in der Konzert und Kongresshalle an der Regnitz zusammen kommen, deren Anmietung der NPD mit einem Clou gelungen zu sein scheint. Bereits im Herbst 2009 hatte eine Berliner Agentur die Halle für eine »Bücherausstellung« anmieten wollen. Da der gewünschte Termin frei war, sagte die städtische Betriebsgesellschaft<br />
zu. Eine Woche später stornierte die Agentur den Termin. Nur Minuten danach erfolgte die Buchung für die NPD von einem Anwaltsbüro aus. Vor dem Verwaltungsgericht Bayreuth hat die NPD im März 2009 nun auch eine Nutzung erstreiten können.<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>2008/2009: Innerparteiliche Querelen</strong><br />
Bereits vor zwei Jahren tagte die Partei in der bayerischen Kleinstadt. Im Hegel- Saal brach damals ein schwelender Konflikt aus zwischen dem sich selbst als moderat verstehenden Flügel um die Fraktionsvorsitzenden Holger Apfel und Udo Pastörs und dem als radikal ausgemachten Flügel um Udo Voigt und Jürgen Rieger. Pastörs warf vor allem Voigt vor, den Ex-Schatzmeister Erwin Kemna zu wenig kontrolliert zu haben, hatte Kemna doch über 700.000 Euro aus der Parteikasse veruntreut. Erst auf dem Bundesparteitag in Berlin 2009 wagten dann allerdings Apfel und Pastörs den offenen Machtkampf. Die Hausmacht des langjährigen Vorsitzenden hatten sie allerdings unterschätzt, denn Pastörs unterlag haushoch als Gegenkandidat.</p>
<p><strong>Parteitag 2010: Geschlossenheit und &#8230;<br />
</strong>In Bamberg soll der Parteitag jetzt aber »konstruktiv« verlaufen, versichern der Bundesvorstand in Berlin sowie die Fraktionen in Sachsen und Mecklenburg- Vorpommern. Peter Marx, Pressesprecher der Fraktion in Schwerin, betont: »Große Auseinandersetzungen erwarte ich nicht.« Der wegen seines massiven Vorantreibens einer Gegenkandidatur zu Voigt geschasste NPD-Bundesgeschäftsführer versichert auch: »Wahlen sind nicht geplant.« Gerüchte, Pastörs strebe dennoch wieder eine Kandidatur an, bleiben Gerüchte – wenigstens bisher.<br />
Und auch der Pressesprecher der Fraktion in Sachsen, Holger Szymanski, sagt: »Herr Apfel wird nicht für den Bundesvorsitz kandidieren.« Die neue Geschlossenheit der Partei- Führung dürfte nicht allein dem Tod Riegers geschuldet sein, auch wenn der Ex-NPD-Bundesvize als nachtragend und uneinsichtig galt. Die Wahlergebnisse im Superwahljahr dürften nicht minder in der NPD nachwirken. In Sachsen wollte Apfel nicht nur den Wiedereinzug schaffen, er hoffte auch auf ein hohes Wahlergebnis, um das Konzept des »sächsischen Wegs« als ein »Erfolgskonzept« durchsetzen zu können. Unter diesem Titel, hatte er betont, verkörperten sie einen »gegenwartsbezogenen und volksnahen Nationalismus«, »der die sozialen Fragen« aufgreife. Die Gruppe um Voigt hingegen stehe für einen »ziellosen Verbalradikalismus und pubertäres Provokationsgehabe«. 5,7 Prozent am Wahlabend reichten aber nicht, um als Erfolgskonzept in der Partei zu gelten. »Sächsischer Weg«? Diese Positionierung, so möchte Marx glauben machen, betrachte man gar nicht mehr so kontrovers.</p>
<p><strong>&#8230; Strategiedebatte<br />
</strong>Schon am 16./17. Januar 2010 tagte eine Strategiekommission in der Berliner Parteizentrale, zu der neben Nicht- Parteimitgliedern auch Apfel geladen war, Pastörs freilich zählte nicht zu den 31 Eingeladenen. In Bamberg solle es nun, so versichert Marx immer wieder, nur um das Programm und nicht um das Personal gehen. »Endlich!«, dürfte Voigt da denken. Eine Programmkommission um Sascha Roßmüller arbeitet schon seit längerer Zeit, ein Programmparteitag musste freilich wegen der Streitereien verschoben werden. Ein radikaler Kurswechsel ist auf dem Parteitag jedoch nicht zu erwarten.<br />
In der NPD-Zeitung »Deutsche Stimme« (DS) hat der Trierer NPD-Stadtrat Stefan Babic zur »Strategiedebatte« altbekanntes neu ausgeführt: »Die Erfolge von Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern haben gezeigt, dass eine kommunale Verankerung unerlässlich« ist. Die NPD müsse dabei soziale Fragen »emotional aufladen«. In der DS hob Axel Herold ergänzend hervor, die Sorge in der »Mitte der Gesellschaft« vor dem Islam müsse wahltaktisch mehr genutzt werden: »Die populäre Moslemkritik kann so zum Türöffner für die viel weitergehende Ausländerkritik der nationale Opposition werden.« Offensichtlich hat sich die NPD die Erfolge anderer rechtslastiger Parteien in Europa angeschaut. Am 4. April 2010 fasst Voigt in der DS erste Überlegungen der Kommission zusammen, indem er schreibt, »wertfrei« seien »neue Ideen« überlegt worden. Die Debatte, das wird schnell deutlich, ist nun da, weil ein wachsender Wahlzuspruch nicht erfolgte. Voigt betont, sie seien eine Partei mit einer Weltanschauung, doch »kein Bürger« wähle sie, weil sie »die richtige Weltanschauung« habe. »Der Wähler strebt nach persönlicher Absicherung [...] für sich und seine Familie«, schreibt er. »Thematiken wie ›BRD – Ein Kind der Besatzer‹ [...] ›Das Grundgesetz – die Verfassung der Alliierten‹ sollten zwar auf Schulungen den Funktionsträgern vermittelt« werden, hebt Voigt hervor, betont aber sogleich, dies sei aber für den »umerzogenen Bundesbürger« »unverständliches ›Parteichinesisch‹ «, das vermieden werden solle. Vom Volk fürs Volk, das soll allein die Botschaft sein. Dabei propagiert er erneut sowohl die Einheit des »›Kampfs um die Parlamente‹ und (des) ›Kampfs um die Straße‹« als auch das Anstreben der »Systemüberwindung«. »Die NPD«, so Voigt, solle sich »weiterhin als Systemalternative« positionieren, wobei ihre Vision von »seriöser Radikalität« geprägt sei.</p>
<p><em>Von Andreas Speit</em></p>
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		<title>Editorial Nr. 124</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 13:10:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Gegensatz zu anderen Ländern Europas läuft es bei Wahlen für die extreme Rechte in Deutschland derzeit nicht gut. Bei den einzigen relevanten Wahlen in diesem Jahr traten die NPD, REP und »Pro NRW« in Nordrhein-Westfalen gegeneinander an und erlitten so – vorhersehbar – eine Niederlage. Der Einzug in das Landesparlament blieb am 9. Mai [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Gegensatz zu anderen Ländern Europas läuft es bei Wahlen für die extreme Rechte in Deutschland derzeit nicht gut. Bei den einzigen relevanten Wahlen in diesem Jahr traten die NPD, REP und »Pro NRW« in Nordrhein-Westfalen gegeneinander an und erlitten so – vorhersehbar – eine Niederlage. Der Einzug in das Landesparlament blieb am 9. Mai in weiter Ferne. Selbst ihre Fokussierung auf das Feindbild Islam brachte keinen Erfolg. Selbst zu den Kundgebungen, Veranstaltungen und Demonstrationen gegen Moscheen kamen nur Wenige. Die nicht zu leugnende Chancen- und Erfolglosigkeit der extremen Rechten hält offenbar Viele, die mit ihren rassistischen und nationalistischen Einstellungen in der extremen Rechten genau richtig aufgehoben sind, von der Wahl dieser Parteien ab.<br />
Erfolgreicher als bei Wahlen mobilisierte die Neonazis-Szene aber für ihre Aufmärsche am 1. Mai in Berlin, Erfurt, Rostock, Hoyerswerda, Zwickau, Solingen, Pirmasens und Schweinfurt. Zwar wurden die Nazis in Berlin und Erfurt bereits nach wenigen<br />
Hundert Metern aufgrund antifaschistischer Proteste gestoppt. Doch bundesweit war es NPD und »Freien Kameradschaften« gelungen, etwa 4.000 ihrer Anhänger dezentral zu mobilisieren – mehr als erwartet. Somit scheinen mittlerweile nicht nur jene<br />
Aufmärsche Tausende anzuziehen, die geschichtsrevisionistisch den NS verklären, wie zum Beispiel der jährliche Dresdener Aufmarsch im Februar oder die früheren Aufmärsche für den NS-Verbrecher Rudolf Hess, sondern auch jene, die sich der »sozialen Frage« von Rechts widmen.<br />
Hat sich mittlerweile die in Teilen Deutschlands etablierte rechte Jugendkultur und neonazistische »Erlebniswelt« aus RechtsRock, Stammtisch-Kameradschaften und Läden der extremen Rechten so weit entwickelt, dass sie auch bundesweit für politische Aktionen Tausende mobilisieren kann? Die Schwäche der extremen Rechten bei Wahlen liefert so kein realistisches Bild der Szene ab und verdeckt eher den extrem rechten Bodensatz der Gesellschaft. Auch die Etablierung neuer und alter rechter Zeitschriften im Kiosk-Verkauf deutet auf eine weitere Normalisierung hin. Daher beleuchtet DERRECHTERAND kontinuierlich Zeitschriften wie »Zuerst!«, die »Sudetendeutsche Zeitung« oder die »Preußische Allgemeine«.<br />
Nach den erfolgreichen Blockaden von Naziaufmärschen in Dresden im Februar und am 1. Mai in Berlin und Erfurt entwickelte sich eine reaktionäre Debatte um die Legitimität zivilen Ungehorsams. So machte sich der FDP-Abgeordnete im Berliner Abgeordnetenhaus Björn Jotzo »für die Freiheit der NPD stark«, wie die »Berliner Zeitung« irritiert vermerkte. Eine Gesellschaft, die Blockaden genehmigter Demonstrationen hinnehme, sei auf dem »Weg zur Meinungsdiktatur«, meinte der Parlamentarische Geschäftsführer seiner Fraktion. Auch die CDU, Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) und die im DGB organisierte »Gewerkschaft der Polizei« kritisierten die Verhinderung des Aufmarsches und die Beteiligung des Bundestags-Vizepräsidenten Wolfgang Thierse (SPD) an einer der Sitzblockaden. Da darf natürlich auch der Extremismustheoretiker Nummer 1, Eckard Jesse, nicht fehlen. Er warnte in schrillen Tönen in der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« (06. Mai 2010) vor Blockaden von Naziaufmärschen. Die hält der Professor mit den guten Kontakten nach rechts außen für undemokratisch. Spasibo! Thank you! Merci! Danke! – Auch 65 Jahre nach der Befreiung gilt es, den 8. Mai als Tag der Befreiung zu erinnern! Doch diese »historische Wahrheit wird zunehmend verdrängt. Die Verbrechen des Faschismus werden relativiert, Kollaborateure rehabilitiert oder zu Freiheitshelden stilisiert«, warnt die »Internationale Föderation der Widerstandskämpfer« in einer aktuellen Erklärung. Der »Etablierung eines reaktionären Geschichtsbildes – geprägt von Totalitarismusdoktrin und Geschichtsverfälschung« müsse entschieden entgegen getreten werden, fordert die »Föderation«. Der Blick auf geschichtspolitische Debatten in Deutschland und Europa ist für die Zeitschrift DERRECHTERAND daher auch in dieser Ausgabe wieder Pflicht.</p>
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		<title>Ausgabe 124</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 13:08:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[124]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>

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		<description><![CDATA[Editorial Nr. 124

"Seriöse Radikalität" - Bundesparteitag der NPD in Bamberg

Vor rechtem Publikum - Barbara Rosenkranz in Deutschland

Abgestürzt - Die BNP scheitert bei den Wahlen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.der-rechte-rand.de/wp-content/uploads/124.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-255" title="124" src="http://www.der-rechte-rand.de/wp-content/uploads/124.jpg" alt="124" width="293" height="414" /></a></p>
<h2>Editorial Nr. 124</h2>
<p><a href="http://www.der-rechte-rand.de/?p=258">lesen&#8230;</a></p>
<h2>»Seriöse Radikalität« &#8211; Bundesparteitag der NPD in Bamberg</h2>
<p>Kein Krach begleitet bisher die Vorbereitungen für den Bundesparteitag, den die NPD vom 4. bis 5 Juni 2010 in Bamberg<br />
abhalten will. Der NPD-Bundesvorsitzende Udo Voigt scheint die Partei beruhigt zu haben, wird er doch auch nicht müde<br />
zu betonen: »Die NPD muss sich als Teil der nationalen Bewegung verstehen, in der parteigebundene und ungebundene<br />
Kräfte ihren Platz haben.«<br />
<a href="http://www.der-rechte-rand.de/?p=261">lesen&#8230;</a><br />
Von Andreas Speit</p>
<h2>Vor rechtem Publikum &#8211; Barbara Rosenkranz in Deutschland</h2>
<p>»Die niederösterreichische Politikerin Barbara Rosenkranz bestand auf ihre Titulierung als ›Landesrat‹ für Baurecht und Tierschutz, statt einer femininen Anpassung der Amtsbezeichnung zur Landesrätin«, hält der Bericht über einen »Burschenschaftlichen Abend« bei der Erlangener »Frankonia« fest.<br />
<a href="http://www.der-rechte-rand.de/?p=263">lesen&#8230;</a><br />
Von Karl Jonas</p>
<h2>Abgestürzt &#8211; Die BNP scheitert bei den Wahlen</h2>
<p>Die »British National Party« (BNP), Britanniens bedeutendste faschistische Partei, ist auf spektakuläre Weise sowohl bei den kommunalen als auch den landesweiten Wahlen am 6. Mai 2010 abgestürzt. Sie hat die selbst gesteckten Ziele verfehlt und ihre wichtigsten Sitze verloren.<br />
<a href="http://www.der-rechte-rand.de/?p=265">lesen&#8230;</a><br />
Von David Williams (»Searchlight Magazin«)</p>
<p><span id="more-254"></span></p>
<p><strong>»Volksgemeinschaft statt Klassenkampf«<br />
Nazis &amp; der 1. Mai 2010</strong><br />
Von Andreas Speit</p>
<p><strong>Außer Spesen nichts gewesen?<br />
Die extreme Rechte nach den Landtagswahlen in NRW</strong><br />
Von Alexander Häusler<br />
<strong><br />
»Seriöse Radikalität«<br />
Bundesparteitag der NPD in Bamberg</strong><br />
Von Andreas Speit<br />
<strong><br />
Braune Erlebnisscheune<br />
Nazizentrum im thüringischen Kirchheim</strong><br />
Von Martina Renner</p>
<p><strong>Kommerz und Politik<br />
Ein Porträt des Thüringer Neonazikaders Patrick Weber</strong><br />
Von Roland Meixelsberger</p>
<p><strong>Verbockt<br />
Rechte Jugendzeitschrift in der Region Hannover verteilt</strong><br />
Von Bernd Muchatz</p>
<p><strong>Zwischen Aufbruch und Tristesse<br />
Die extreme Rechte im Rhein-Main-Gebiet</strong><br />
Von Klaus Pohl [Bildungswerk Anna Seghers e. V.]</p>
<p><strong>»Niemand redet darüber«<br />
Die Heimstätte von »Zuerst!«</strong><br />
Von Andreas Speit<strong></strong></p>
<p><strong>Rassismus in Sprechblasen<br />
Extrem rechte Comics</strong><br />
Von Titus Teidelbaum</p>
<p><strong>Sichern und bewahren<br />
Am Zeitungskiosk: Die »Preußische Allgemeine Zeitung«</strong><br />
Von Jörg Kronauer</p>
<p><strong>Sprachrohr durchs Jahrzehnt tragen<br />
Ein Porträt der »Sudetendeutschen Zeitung«</strong><br />
Von Renate Hennecke</p>
<p><strong>Solidarität mit Geert Wilders<br />
Kundgebung »Pax Europa« in Berlin</strong><br />
Von Patrick Schwarz</p>
<p><strong>Pro NRW-»Themenparteitag«<br />
Anti-Islamkonferenz in Gelsenkirchen</strong><br />
Von Alexander Häusler</p>
<p><strong>»Bauch-Schmerzen« in Konstanz<br />
»Junge Freiheit«-Autor Jost Bauch, außerplanmäßiger Professor an der Universität Konstanz</strong><br />
Von Jana-Marie Günther</p>
<p><strong>Die »Neue Deutsche Burschenschaft«<br />
Ein Porträt</strong><br />
Von Arne Basten</p>
<p><strong>Mainzer Korporierte rechtsaußen<br />
Die »Burschenschaft Germania Halle zu Mainz« </strong><br />
Von Marian Fischer</p>
<p><strong>Vor rechtem Publikum<br />
Barbara Rosenkranz in Deutschland</strong><br />
Von Karl Jonas</p>
<p><strong>Evas Wahrheiten<br />
Neues Buch von Eva Herman beim extrem rechten »Kopp Verlag«</strong><br />
Von Ernst Kovahl</p>
<p><strong>Gender-Debatte von Rechts<br />
Gabriele Kuby und die CDU Sachsen </strong><br />
Von Robert Andreasch</p>
<p><strong>Im Mutterland des Faschismus<br />
Mussolini-Kult und Geschichtsrevisionismus</strong><br />
Von Jens Renner</p>
<p><strong>Differenz und Kontinuität<br />
Kroatien zwischen Neoliberalismus und der extremen Rechten</strong><br />
Von Zeljko Taras</p>
<p><strong>Waffen-SS-Veteranen marschieren …<br />
Interview mit Josif Koren, Vorsitzender des »Lettischen antifaschistischen Komitees«</strong></p>
<p><strong>Die Völkischen gewannen …<br />
Der Ausgang der ungarischen Parlamentswahlen</strong><br />
Von Janosz Malterik</p>
<p><strong>Les morts-vivants<br />
Die Rückkehr des »Front National«</strong><br />
Von Bernard Schmid</p>
<p><strong>Abgestürzt<br />
Die BNP scheitert bei den Wahlen</strong><br />
Von David Williams (»Searchlight Magazin«)</p>
<p><strong>»Ein ganz normaler Mörder«?<br />
Der NS-Verbrecher-Prozess gegen Heinrich Boere</strong><br />
Von Amelie Stassen</p>
<p><strong>Rezensionen</strong></p>
<div class="seitzeichen" style="margin: 30px 0 0 0; clear: both;"><script type="text/javascript">szu='http%3A%2F%2Fwww.der-rechte-rand.de%2F%3Fp%3D254'; szt='Ausgabe+124';</script><script type="text/javascript" src="http://w3.seitzeichen.de/w/6b/50/widget_6b5037a5edee13cec205cb3c8f60c450.js"></script></div>]]></content:encoded>
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